Oberaulaerin feiert 100. Geburtstag in Münster

Heiteres Fest für Marga Spiegel

Rüstige Jubilarin: Marga Spiegel (Mitte) mit Hiltrud und Karl-Heinz Vestweber und Käthe und Günter Hartwig (von links). Foto: nh

Oberaula/Münster. Marga Spiegel hat jetzt in Münster ihren 100. Geburtstag gefeiert (wir berichteten). Mit dabei waren auch Vertreter aus ihrer Heimatgemeinde Oberaula. Der frühere Bürgermeister Karl-Heinz Vestweber und seine Frau Hiltrud sowie Käthe und Günter Hartwig waren dazu persönlich eingeladen worden.

Holocaust-Überlebende

„Es war ein berührender 100. Geburtstag von Marga Spiegel“, berichtet Vestweber und würdigt die gebürtige Oberaulaerin „als Holocaust-Überlebende und Aushängeschild des Judentums in der Nachkriegszeit“. Inzwischen lebt die alte Dame in Münster (Westfalen). Bei der Feier im Festsaal des Erbdrostenhof war viel Prominenz vertreten und es gab viel Applaus für die elegante Frau.

Oberbürgermeister Markus Lewe würdigte Marga Spiegel mit den Worten: „Wir sind wahnsinnig stolz auf Sie“. Trotz des bitteren Beigeschmacks ihrer schicksalhaften Lebensgeschichte sei das das Fest sehr heiter gewesen, sagt Vestweber.

Der Lit-Verleger Dr. Wilhelm Hopf stellte zudem ein neues Buch vor: „100 Jahre, vier Leben.“ Marga Spiegels Lebensphasen: 12 Jahre Verfolgung und Todesangst gehörten dazu. Aber auch 67 Jahre „als geretteter Mensch, als Jüdin in Deutschland“. (red/kai)

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