Akteure der „Kleinen Bühne“ bereiten sich auf den Theatertag am 13. Dezember vor

In Hausen weihnachtet es

Seit Oktober sind die Akteure der Kleinen Bühnen mit den Proben für das Weihnachtsstück in Klingers Scheune beschäftigt. Foto: Rose

Hausen. Die Akteure der „Kleinen Bühne Hausen“ können es nicht lassen: Mit viel Liebe zum Detail spielen die Hobbyschauspieler Theater – und zwar schon seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Lehrer Bischoff übte damals mehrere Theaterstücke mit seinen Schülern ein. Schnell waren auch Erwachsene von der Idee, Theater zu spielen, begeistert. Und die Erfolgsgeschichte findet in diesem Jahr eine neue Auflage: Denn die Weihnachtsgeschichte nach Häusner Art kam im vergangenen Jahr so gut an, dass die Akteure aktuell an einer weiteren Weihnachtsepisode arbeiten. Zu sehen ist die „Hiisner Weihnachtsgeschichte“ am Samstag, 13. Dezember (siehe Hintergrund), in Klingers Scheune.

Bis 1989 lief in Hausen ohne Theater tatsächlich nichts. Dann ruhte das Laienspiel jedoch für zehn Jahre – weil bei vielen Akteuren Nachwuchs ins Haus stand. 1999 klopfte Ortsvorsteher Karl-Heinz Klinger an die Tür von Heike Heinisch und überredete sie, das Theaterspielen wieder aufleben zu lassen. Per Anzeige wurden Mitspieler gesucht – mit Erfolg.

Die Gruppe professionalisierte nicht nur ihr Spiel, auch die Ausstattung wuchs. Geprobt wurde jeweils drei bis vier Monate, bis ein Stück bühnenreif war. Franz Huss baute eine Bühne, die der Ortsbeirat vom Preisgeld aus dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ bezahlte. Mithilfe des Eintrittsgeldes konnten Theatervorhänge, Bühnenbilder, Scheinwerfer und Richtmikrofone angeschafft werden. Aktuell setzt sich der Theaterverein – eine Sparte des „Hausener Vereins für Heimat und Brauchtum“ – aus 30 Mitgliedern zusammen, die unter dem Motto „Spaß am Spielen“ den Gemeinschaftssinn im Ort pflegen wollen.

Doch allein Theater reicht den Akteuren nicht: Seit einigen Jahren pflegen die Mitglieder den Friedhof und helfen beim jährlichen Kartoffelfest. Unterstützt wird auch das Programm zur Kirmes. Für die Weihnachtsgeschichte wird seit Oktober geprobt. (zsr)

Kommentare