Hephata-Wohnpflegeheim in Breitenbach wurde nach 16 Monaten Bauzeit eröffnet

Haus soll Heimat werden

Symbolischer Akt: Einen gebackenen Schlüssel übergaben die Architekten Sibylle und Felix Waechter (Fünfte und Sechster von links) an Kurt Dörrbeck, Hephata-Geschäftsbereichsleiter Soziale Rehabilitation, Einrichtungsleiterin Astrid Horny sowie die Hephata-Vorstände Maik Dietrich-Gibhardt, Peter Göbel-Braun und Klaus Dieter Horchem. Fotos: Eisenberg

Breitenbach/H. Wie weit die ersten Planungen für das Wohnpflegeheim im Breitenbacher Burggarten zurückreichen, dazu kursierten in den Grußworten der Eröffnungsgäste unterschiedliche Jahreszahlen. Nur soviel war unstrittig: Die eigentlichen Bauarbeiten nahmen erheblich weniger Zeit in Anspruch als die Planung.

Nach 16-monatiger Bauzeit ist gestern das neue Wohnpflegeheim der Hephata-Diakonie in Breitenbach offiziell eröffnet worden. Die ersten der 36 Bewohner sollen am ersten März einziehen. Zuvor soll das Gebäude am 20. Februar bei einem Tag der offenen Tür der Breitenbacher Bevölkerung vorgestellt werden. Die neue Pflegeeinrichtung bietet in vier Wohngruppen 36 sucht- oder psychisch kranken Menschen eine Heimat, die zudem pflegebedürftig oder körperbehindert sind. 3,8 Millionen Euro wurden in den Neubau investiert, 720 000 Euro hat das Land Hessen zugeschossen.

Bisher im Altenheim

In ihren Grußworten betonten die Gäste, darunter Sozialminister Stefan Grüttner, der Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen, Andreas Jürgens, Landrat Karl-Ernst Schmidt und Bürgermeister Volker Jaritz die Bedeutung des Neubaus: Mit dem Wohnpflegeheim werde eine Versorgungslücke geschlossen. Bisher seinen pflegebedürftige Abhängigkeitserkrankte meist in Altenheimen untergebracht worden. Dort seien sie wegen ihres meist jüngeren Alters jedoch fehl am Platz.

Grundlage der Entwürfe für das neue Wohnpflegeheim sei das Konzept „Haus statt Heim“ gewesen, erläuterte Architekt Felix Waechter. Das eingeschossige Bauwerk sei im Inneren in vier Hauseinheiten gegliedert. Der Eindruck eines Heims habe auf jeden Fall vermieden werden sollen, betonte der Architekt. Alle Zimmer sind barrierefrei, dank großer Fenster lichtdurchflutet und sollen einen direkten Zugang zum Garten haben. Sobald die derzeit noch etwas kahle Außenanlage begrünt ist, werde sich auch der noch etwas unfertige Eindruck legen, den Landrat Karl-Ernst Schmidt in seinem Grußwort scherzhaft geäußert hatte. Zu Beginn der Eröffnungsfeier hatte Christian Wachter, der Dekan des Kirchenkreises Ziegenhain, eine Andacht gehalten. Uwe Becker am Piano und Andreas Winter an Saxofon und Querflöte umrahmten die Eröffnungsfeier musikalisch.

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