Highlight über den Dächern: Konzert begeisterte am Pfingstwochenende

Handgemachter Rock beim Joss-Stock-Festival

Der Name ist Programm: Die Toten Ärzte haben sich auf Songs der Toten Hosen und der Ärzte spezialisiert. Beim Joss-Stock-Festival in Niederjossa traten die Musiker am Samstagabend auf. Foto: Wagner

Niederjossa. Wummernde Gitarrenriffs, mitreißende Schlagzeug-Soli und leuchtende Lichteffekte lockten am vergangenen Wochenende unzählige Liebhaber vorwiegend deutscher handgemachter Rockmusik ins beschauliche Niederjossa.

Das dreitägige Joss-Stock-Festival verwandelte den Sängerplatz hoch über den Dächern des Dorfes wieder einmal in eine Konzertarena, bei der sowohl Coverbands, als auch Künstler, die ihre eigenen Songs produzieren, ihr Können bewiesen.

Die Ehre, das Festival, das seit 2014 wieder jährlich stattfinden soll, am Freitagabend zu eröffnen, gebührte in diesem Jahr der Hard- und Melodic-Band Lane, die die Stimmung ordentlich anheizte und auf den Auftritt der bekannten Cover-Band Take Five einstimmte, die bereits seit vielen Jahren für ausgelassene Stimmung im Landkreis sorgt.

Gefeierte Thekenpoeten

Ein besonderes Highlight des diesjährigen Festivals war abermals der Auftritt der ortsansässigen Deutschrock-Formation Thekenpoet, die bereits im vergangenen Jahr ihre selbstgeschriebenen Songs präsentiert hatten. Seitdem hat sich viel getan für die vier Musiker, die gerade einmal seit zwei Jahren zusammen auf der Bühne stehen.

Erst Ende März wurden sie von den Hörern des beliebten Radiosenders Radio BOB! zu den „Frischlingen“ des Monats April gewählt. Ihr Song „So gut“, den sie am Samstag neben etwa sieben weiteren Songs zum Besten gaben, wurde daraufhin hessenweit im Programm des Senders gespielt. Zudem veröffentlichten sie erst kürzlich ihre erste EP „Für Immer“ und spielen bundesweit Konzerte. So verwunderte es auch nicht, dass neben der Bühne ein Merchandise-Stand bereits CDs und T-Shirts der Band verkaufte.

„Ich habe das Gefühl, es wird von Jahr zu Jahr voller.“ Amel Hadzipasic, Sänger und Gitarrist von Thekenpoet, fand die passenden Worte, um die Entwicklung des Festivals zu beschreiben, das gemeinsam von der ortsansässigen Burschenschaft und dem Verein Cross Music veranstaltet wird.

Während im vergangenen Jahr noch wenig echte Festivalatmosphäre zu verzeichnen war, ließen sich die Zuschauer dieses Mal mehr von der Musik in ihren Bann ziehen.

Den einzigen Minuspunkt stellte die Zeitplanung dar, da es trotz dem für 19 Uhr angekündigten Beginn des Musikprogramms über zwei Stunden dauerte, bis die erste Band die Bühne betrat.

Hoffen auf Fortsetzung

Nach dem Auftritt von Thekenpoet heizte dem Publikum am Samstag die bekannte Coverband Die Toten Ärzte ein, die sich auf Songs der Toten Hosen und der Ärzte spezialisiert hat. Am Sonntag spielten abschließend Doc Rock und Blues Power und ließen auf eine Fortsetzung des Festivals im Jahr 2016 hoffen.

Von Nicole Wagner

Joss-Stock-Festival

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