Erste Info-Tafel am Rotkäppchen-Bahnradweg ist in Oberaula eingeweiht worden

Großer Bahnhof für Radler

Zur Einweihung der ersten Informationstafel am Bahnradweg Rotkäppchenland trafen sich (von links) die Bürgermeister Klemens Olbrich (Neukirchen), Thomas Rohrbach (Niederaula), Klaus Wagner (Oberaula) Norbert Miltz (Ottrau), der 1. Stadtrat Schwalmstadts Detlef Schwierzeck, Landrat Frank-Martin Neupärtl, die Geschäftsführerin des Rotkäppchenlandes Heidrun Englisch, Dipl. Designer Eckhardt Knauff und der stellvertretende Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung Rainer Geisel. Foto: Löwenberger

Oberaula. Zur offiziellen Einweihung der ersten Informationstafel am Bahnradweg Rotkäppchenland begrüßte der Oberaulaer Bürgermeister Klaus Wagner in seiner Funktion als Hausherr am Dienstagvormittag hinter dem alten Bahnhof den Landrat des Schwalm-Eder-Kreises, Frank-Martin Neupärtl, zahlreiche Kollegen aus den Anrainerkommunen, Kommunalpolitiker, Vertreter des Touristikservice Kurhessisches Bergland und Sponsoren aus der Oberaulaer Wirtschaft.

17 Infotafeln

Eingeladen zu der Veranstaltung hatte die Arbeitsgemeinschaft Bahnradweg Rotkäppchenland, an deren Spitze der Bürgermeister der Stadt Neukirchen, Klemens Olbrich, steht. Insgesamt 17 Infotafeln sollen an dem 36 Kilometer langen Radweg von Schwalmstadt-Treysa bis nach Oberaula-Wahlshausen aufgestellt werden. Zusammen sind die Infotafeln mit rund 70 000 Euro veranschlagt, mit 60 Prozent fördern unter anderem das Leader-Programm und das Land Hessen die Aktion. Für die Herrichtung des Umfeldes und die notwendigen Vorbereitungen sind die jeweiligen Kommunen in der Verantwortung.

„Der Schwalm-Eder-Kreis ist ja jetzt das Mekka des Touristen-Radfahrsportes,“ sagte Olbrich. „In der Mitte Deutschlands verfügen wir hier über einen der besten Bahnradwege.“ Lob fand Olbrich für die Gastronomen und Geschäftsleute, die sich durchgängig in allen Kommunen an den Infotafeln beteiligen.

Landrat Neupärtl wies besonders auf die Bedeutung des Landes Hessen hin, das im Auftrag des Bundes im Jahre 2008 das erste neun Kilometer lange Teilstück zwischen Riebelsdorf und Kleinropperhausen ausgebaut habe, und nannte in diesem Zusammenhang auch den ehemaligen Wirtschaftsminister Dieter Posch, „ohne den die Fördermittel so nicht geflossen wären.“ Als Ausgangs- oder Endpunkte könnten die Radler die Bahnhöfe Bad Hersfeld oder Schwalmstadt-Treysa wählen, und dann stünde ihnen eine rund 70 Kilometer lange Route zur Verfügung. Der Begriff Bahnradweg stelle für Radfahrer ein Qualitätssiegel dar, entsprechend hoch seien die Anforderung an Ausstattung und Unterhaltung.

Ziel sei es zudem, den Weg an den hessischen Radfernweg „Bahnradweg Hessen“ anzubinden. „Bereits heute kann festgestellt werden, dass sich dieser Radweg zu einem Leitweg für die Region entwickelt“, betonte Neupärtl.

Von Bernd Löwenberger

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