Sören Eydt liebt die Musik und möchte später gerne Autos entwickeln

Gewinnen am Klavier

Mit seinem Klavierspiel gewinnt Sören Eydt regelmäßig Preise, aber die Musik ist nur ein Hobby und alles, was mit Musik zu tun hat, findet er cool. Foto: Urban

Niederaula. Beim Instrumentalwettbewerb der Musikschule und der Sparkasse gewinnt Sören Eydt regelmäßig Preise. Auch in diesem Jahr belegte er in seiner Altersgruppe am Klavier den ersten Platz. Die Tage des knapp 13-Jährigen sind durchgetaktet, denn Musik ist nur eines seiner vielen Hobbys und Interessensgebiete.

„Wenn man in der Musikschule Klavier spielt, ist es was anderes als bei einem privaten Lehrer“, erklärt Sören Eydt. „Meine Bekannten, die privaten Unterricht haben, spielen auch modernere Stücke. Aber mein Lehrer, Herr Möller, sagt, wer Klassik spielen kann, kann auch Modernes spielen. Umgekehrt ist das viel schwerer.“ Der Niederaulaer runzelt leicht die Stirn und zuckt mit der Schulter. „Dafür kann man in der Musikschule viel mehr machen. Mal mit anderen was zusammen üben oder was für Weihnachten oder Jazz und mal in der Stadt spielen. Es ist wie in einer großen Familie, jeder hilft jedem.“

Streetdance und Konfer

Manchmal wünscht er sich schon, etwas Aktuelles zu spielen, doch dafür bleibt keine Zeit: Montagnachmittag geht der Teenager zum Klavierunterricht, dienstags hat er Konfirmandenstunde, freitags Streetdance-Training in der Tanzschule, dazu montags und mittwochs acht Stunden Schule und Hausaufgaben mit dem straffen Pensum von G8. Zudem probt der Blondschopf in den Wintermonaten mit Freunden unter Leitung von seiner Mutter und Matthias Modenbach für Auftritte beim Niederaulaer Fasching und tanzt mit der Gruppe „Fanta 6“ auf Wunsch auch bei anderen Festen.

Musikalische Früherziehung

Seine Termine koordiniert der Gymnasiast weitgehend selbst und findet sogar ab und zu noch Zeit, sich mit Freunden zu treffen. „Üben tut Sören von allein“, sagt seine Mutter Anja Eydt. „Aber im Moment haben wir so viel für die Schule zu tun, dass das Üben schon etwas zu kurz kommt“, gibt ihr Junior zu, der bereits seit neun Jahren Klavier spielt. „Schon als Kindergartenkind konnte Sören die Lieder aus dem Radio stimmfest nachsingen“, erinnert sich die Mutter. Sie meldete ihren vierjährigen Sohn im Kindergarten zur musikalischen Früherziehung der Musikschule an und fragte, welches Instrument für Sören geeignet sei. Jürgen Nothbaum empfahl unbedingt Klavier.

Sören spielte so begeistert, dass er mit sechs Jahren seinen ersten Wettbewerb bestritt und seitdem alle zwei Jahre erfolgreich teilnahm. Vor zwei Jahren erzielte er sowohl den ersten Platz als auch die höchste Punktzahl insgesamt.

Dennoch gehen die Pläne des Musikschülers in eine andere Richtung, denn die beruflichen Chancen im Musiksektor erscheinen ihm zu unsicher. „Ich finde es cool, Autos zu designen oder einen neuen Motor zu erfinden oder zu schraube.“, sagt der Konrad-Duden-Schüler mit leuchtenden Augen. „Ich will auf jeden Fall den Bootsführerschein machen, dafür spare ich schon. Deshalb will ich auch Ingenieur werden – oder so.“ Er hofft, dass die Wahlpflichtgruppe Physik zustande kommt und freut sich auf den Unterricht am Computer: „Da bin ich eine Niete, deshalb hab ich mich dafür angemeldet.“

Von Dagmar Urban

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