Aktion der Sportjugend Hessen an der Gesamtschule Niederaula soll den Teamgeist stärken

Nur gemeinsam ans Ziel

Senkrecht die Wand hoch: An der Fassade der Aula müssen die Schüler einen Parcours ablaufen. Die Richtung bestimmen die Klassenkameraden mit zwei Zugseilen. Fotos: Eisenberg

Niederaula. „Du musst bis zum Schluss drüben bleiben und den anderen helfen“. Eben noch hat jeder Schüler der Klasse G7b versucht, einzeln über den zwischen zwei Obstbäumen gespannten Gurt zu balancieren. Ohne Erfolg. Denn jedesmal, wenn einer der Schüler den Boden berührt, geht es von vorne los. Deshalb tüfteln die Jungen und Mädchen jetzt an einer Gruppenstrategie.

Genau das sei auch Ziel der Übung, erklärt Martin Weingart, Koordinator des Sportfun-Teamdays (Sportspaß-Mannschaftstag) der Sportjugend Hessen, der am Mittwoch an der Gesamtschule Niederaula ausgerichtet wurde. Bei sieben Teamstationen, von denen jede Klasse drei durchlaufen muss, gehe es darum gemeinsam Probleme anzugehen. „Dabei sind es oft gerade nicht die coolen Sportlichen, die auf die Lösung kommen“, erzählt Weingart.

13 Veranstaltungen

Jährlich 13 dieser Veranstaltungen organisiert die Sportjugend Hessen, der Dachverband für Nachwuchsarbeit in den hessischen Sportvereinen, an den Schulen des Landes. Finanziert wird das Projekt aus verschiedenen Förderprogrammen sowie von der jeweils örtlichen Sparkasse, in Niederaula von der Sparkasse Hersfeld-Rotenburg. Gemeinsam müssen die Schüler an diesem Tag ein Spinnennetz überwinden, einen imaginären Fluss überqueren oder mit verbundenen Augen aus Seilen ein Rechteck bilden. Besonders beliebt ist eine Station, an der ein Schüler – gezogen von seinen Klassenkameraden – einen aufgemalten Weg senkrecht die Wand hinauflaufen muss. „Dabei gibt es einen Tag unterrichtsfrei und ein weiteres Teamtraining zu gewinnen“, verrät Weingart. Neben spektakulären Aktionen wie Abseilen aus 15 Metern Höhe, Kistenklettern oder dem Skatermobil präsentieren an diesem Tag auch heimische Vereine und Organisationen ihre Angebote, die von Tischtennis über Rudern bis hin zu American Football reichen. Betreut werden die Stationen nicht nur von sechs Trainern der Sportjugend, Lehrern, Referendaren, Ehrenamtlichen sowie ehemaligen und aktuellen Praktikanten, sondern auch von Schülern selbst. „Dafür haben bewusst die Jugendlichen ausgewählt, die sonst eher zurückhaltend sind“, berichtet Sportlehrer Helmut Hopf, der an der Gesamtschule gemeinsam mit Nina Möller für die Organisation zuständig war.

Bei so viel Sport stärken Schüler nicht nur ihre Teamfähigkeit, sie müssen sich zwischendurch auch selbst stärken. Örtliche Geschäftsleute haben deshalb mit Sach- und Geldspenden ein Buffet ermöglicht, das von Eltern und Lehrern zubereitet wird.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Sportsfun Teamday an der Gesamtschule Niederaula

Kommentare