Kommission Oberaulaer Häuser stellt Ergebnisse vor

Gemeinsam gegen den Leerstand

Oberaula. Wie kann verhindert werden, dass Häuser auf dem Land leerstehen, weil sich kein Käufer findet? Der Leerstand in Folge des demografischen Wandels ist in vielen Dörfern der Region ein Problem – die Folge ist häufig eine Verödung der Ortskerne. Die Komission Oberaulaer Häuser hat sich mit einer Strategie gegen den Gebäudeleerstand im Luftkurort beschäftigt.

Das Gremium war im Vergangenen Jahr von der Gemeindevertretung damit beauftragt worden, Perspektiven gegen den Leerstand zu erarbeiten. Erste Ergebnisse stellte Dr. Gerd Schneider jetzt während einer Bürgerversammlung vor. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sowie des wirtschaftlichen Strukturwandels seien Maßnahmen gegen den Gebäudeleerstand notwendig, betonte Schneider.

Junge Leute verließen auf der Suche nach beruflichen Perspektiven die Gemeinde, Leerstände oder gar verwahrloste Gebäude verschlechterten das Wohnumfeld jedoch zusätzlich und schreckten potenzielle Neubürger ab. Laut Schneider solle deshalb Kontakt mit den Eigentümern leerstehender Liegenschaften aufgenommen werden, um diese und mögliche Interessenten zusammenzubringen.

Eine Hilfe dabei sei das kommunale Immobilienportal (KIP), welches über die Homepage der Gemeinde Oberaula erreichbar ist. Dort haben Haus- und Grundstückseigentümer kostenlos die Möglichkeit, ihre Immobilie anzubieten. Die einfache Handhabung stellten Dr. Gerd Schneider und Bürgermeister Klaus Wagner den Gästen im Hotel Zum Stern gleich vor.

Niedrige Grundstückspreise, ein hoher Freizeit- und Erholungswert sowie die zentrale Lage seien die Vorzüge von Oberaula. Als mögliche Neubürger hat die Komission daher Beschäftigte der Logistikbranche, Internet-Geschäftsleute, Kunsthandwerker und Künstler, Rentner aus Ballungsgebieten, aber auch Niederländer ausgemacht. Diese können etwa mit gezielten Anzeigenkampagnen in Ballungsräumen sowie mit Werbeprospekten, die im Feriendorf und in Hotels verteilt werden, auf den Luftkurort als Wohnort aufmerksam gemacht werden. Zudem soll laut Schneider der Internetauftritt der Gemeinde attraktiver gestaltet werden, sodass ansiedlungswillige Bewohner, aber auch Firmen sich auf einen Blick über die Angebote informieren können. www.oberaula.de

Von Jan-Christoph Eisenberg

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