Land fördert Gestaltung des Dorfmittelpunktes und Spielplatzes mit fast 142 000 Euro

Geld für Groß und Klein

Im Beisein einiger Gäste übergab der Kreisbeigeordnete Eberhard Fischer (vorne links) am Freitagmittag vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Niederjossa zwei Bewilligungsbescheide an den Bürgermeister der Marktgemeinde Niederaula, Thomas Rohrbach. Foto: Löwenberger

Niederjossa. Zwei Bewilligungsbescheide in Höhe von insgesamt fast 142 000 Euro übergab der Kreisbeigeordnete Eberhard Fischer auf dem Vorplatz des neu renovierten Dorfgemeinschaftshauses im Niederaulaer Ortsteil Niederjossa an Bürgermeister Thomas Rohrbach.

Für die Umgestaltung der Freiflächen um das DGH sind davon 123 962 Euro vorgesehen. Auf Grund verschiedener Neuplanungen, auch aus Kostengründen, habe sich lange nichts getan rund um das DGH bedauerte Rohrbach. Jetzt könne man im Bereich zwischen der ehemaligen Sparkasse bis zur benachbarten Unterführung für rund 200 .000 Euro mit der Gestaltung der Flächen beginnen.

Mit einem zweiten Bescheid in Höhe von 18 000 Euro wird die Einrichtung eines Spielplatzes neben dem Kindergarten in der Sudetenstraße gefördert. Bereits im vergangen Jahr konnte die Gemeinde einen angrenzenden freien Bauplatz erwerben. Dort soll jetzt, gemeinsam mit der Umgestaltung des Außengeländes des Kindergartens, für rund 55 000 Euro ein „offener“ Spielplatz entstehen der sowohl von den Kindergartenkindern als auch von anderen Kindern ganztags genutzt werden kann.

In den Startlöchern

„Wir stehen in den Startlöchern“, sagte der Bürgermeister, „wir wollen im Laufe der nächsten Woche beginnen.“ Der Bau des Spielplatzes und die Umgestaltung des Dorfmittelpunktes sollen parallel erfolgen, weil Erde, die an der einen Baustelle übrig bliebe an der anderen gut gebraucht werden könne. Man wolle in diesem Jahr noch möglichst viel schaffen, ob man aber bis Jahresende fertig werden könne, darauf wollte sich Rohrbach nicht festlegen.

Fischer wollte in Vertretung des Landrates nicht von „Dorferneuerung“ sondern lieber von „Dorfentwicklung“ sprechen. Schon als Bürgermeister und als Landtagsabgeordneter habe er vergeblich darum gekämpft „dieses vermaledeite Wort Dorferneuerung zu beseitigen.“ Jedes Dorf habe seine „eigene Seele, und die gilt es zu bewahren, zu pflegen und zu entwickeln“, sagte Fischer, und dazu dienten auch die übergebenen Bescheide. Damit würden „für die Allgemeinheit Dinge getan, die man als aus dem Dorf heraus für notwendig erachtet hatte.“

Von Bernd Löwenberger

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