Soldaten erinnerten bei Niederaula an den Ausbruch des ersten Weltkrieges

Der Gefallenen gedenken

Gedachten an Kohls Eiche der Opfer des ersten Weltkrieges: Mitglieder der Initiative Niederaulaer Soldaten. Foto: Iris Rohrbach

Niederaula. Die ehrenamtliche Initiative „Niederaulaer Soldaten“ hat an der Gedenkstätte „Kohls Eiche“ am Hungerberg in Niederaula an die Toten des ersten Weltkrieges erinnert.

Die Initiative setzt sich aus aktiven und ehemaligen Soldaten zusammen, die in Niederaula und Umgebung wohnen. Sie leistet im Bereich der Gemeinde ehrenamtlich Landschafts- und Denkmalpflege.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten die Mitglieder der Initiative die private Gedenkstätte Kohls Eiche restauriert. Das damalige Försterehepaar Karl und Klara Kohl hatte 1915 und 1917 die beiden Söhne Ernst und Erich Kohl in den Kämpfen des Ersten Weltkriegs verloren. Da aufgrund der Kampfhandlungen und des unbekannten Ausganges des Krieges ein Besuch der Gräber ihrer Söhne in Italien und Frankreich unwahrscheinlich schien, entschlossen sie sich zu einer privaten Gedenkstätte im Wald oberhalb Niederaulas. Sie setzten einen Gedenkstein und pflanzten zwei Eichen zu beiden Seiten des Steins. Nach dem Tod der Eltern und Geschwister sowie dem Wegzug der Familie in den Nachkriegsjahren war die Gedenkstätte zunehmend ungepflegt und verwittert.

Nach einigen Arbeitseinsätzen in den vergangenen Wochen wurde die Gedenkstätte nun wieder in einem gepflegten und ansprechenden Zustand der Öffentlichkeit übergeben. Neben zahlreichen Gästen aus dem Gemeindegebiet waren zur Veranstaltung auch die Nichte Erna Biewald sowie der Neffe Dr. Ernst Kohl aus Bonn und Bad Salzuflen angereist.

Erlös wird gespendet

Neben einigen Grußworten und Ansprachen zur Geschichte der Gedenkstätte wurde mit einem Gebet aller Toten der Weltkriege und der Bundeswehr-Einsätze gedacht. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Trompetensolistin und Vertreterin der evangelischen Kirche, Claudia Modenbach, mit dem Lied vom Guten Kameraden, Lilli Marleen und der Nationalhymne. Der Erlös aus dem anschließenden Getränke- und Speisenverkauf wird die Initiative der Benefizaktion „Hilfe für Sandra“ spenden. (red/jce)

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