Holländer Emiel Lantink kauft Hotel am Hattenberg in Kirchheim – Barbara Wonneberger-Braun leitet es

Frischer Wind im Landhotel

Zwei neue Fahnen hissten der neue Geschäftsführer des Landhotels am Hattenberg, Emiel Lantink, seine Hotelmanagerin, Barbara Wonneberger-Braun und Kirchheimes Bürgermeister Manfred Koch (von rechts) am 1. Mai zum Betreiberwechsel vor dem Hotel. Foto: Löwenberger

Kirchheim. Ein ein Besitzer- und Führungswechsel hat im Kirchheimer Landhotel am Hattenberg stattgefunden. Seit dem ersten Mai ist Barbara Wonneberger-Braun neue Managerin des Hotels. Die Vollblut-Gastronomin, die ihrer Karriere im Kirchheimer Seepark begann, diesen in leitender Funktion engagiert durch schwere Zeiten der Insolvenz steuerte und am Ende als Pächterin führte, will jetzt in dem Landhotel neue Pläne umsetzen.

Geschäftsführer und Eigentümer des rund 9000 Quadratmeter großen Anwesens ist der Business Manager und Controller Emiel Lantink aus Emmerich am Rhein. 2007 kam der Holländer zum ersten Mal nach Kirchheim und verliebte sich in die Region. Der Versuch, den Seepark als Pächter oder Eigner zu übernehmen scheiterte damals. Als dem vielseitig tätigen Geschäftsmann das Landhotel angeboten wurde, griff er zu. Ein Jahr dauerte es bis alle Verhandlungen über den Erwerb des vor rund 20 Jahren von der Familie Eydt erbaute und als reines Bettenhaus konzipierten Betriebes abgeschlossen waren. Zuletzt hatte der Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes (DeHoGa) Waldhessen, Hanns-Karl Madelung das Hotel geleitet.

Über 43 modern eingerichtete Zimmer mit insgesamt knapp 100 Betten verfügt das Haus direkt am Kirchheimer Autobahndreieck. Das Restaurant bietet etwa 60 Gästen Platz und für Familienfeiern und Tagungen stehen noch einmal circa 80 bis 100 Plätze zur Verfügung. Dazu lädt im Sommer eine schöne Terrasse mit Garten zum Verweilen ein. Zwölf Mitarbeiter, die alle vom vorherigen Betreiber übernommen wurden, kümmern sich um das Wohl der Gäste. Zudem werden durch das Hotel 57 Ferienhäuser der Seeparkanlage verwaltet.

Für die Zukunft stehen einige Veränderungen an, wie zum Beispiel der Anbau eines Wintergartens, der Bau eines Kinderspielplatzes und diverse Verschönerungen. Neben dem Tagungsgeschäft wollen Wonneberger-Braun und Lantink vor allen Dingen Besucher aus der näheren Umgebung als Gäste gewinnen. „Wir sind nicht nur ein Hotel für die Durchreisenden, wir sind auch ein Gastronomiebetrieb für die Umgebung, und wollen die Einheimischen wieder zurück holen in unser Haus“, sagte der Geschäftsführer. Attraktive Frühstücksangebote, eine abwechslungsreiche Speisekarte und der Einsatz eines Shuttlebusses sollen unter anderem dazu beitragen.

„Der Mensch soll an erster Stelle stehen. So lautet meine Philosophie“, erklärte Wonneberger-Braun, „und nicht nur der Mensch, der als Gast oder Kunde kommt, sondern auch der Mitarbeiter.“

Von Bernd Löwenberger

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