Niederaulaer Gemeindevertreter segnen Kooperation mit den Nachbargemenden ab

Weg frei für die Jugendpflege

Niederaula. Ganz geheuer schien die Vorstellung, die Niederaulaer Ortsjugendpflegerin künftig mit den Nachbargemeinden teilen zu müssen, manchem Gemeindevertreter nicht zu sein. Dennoch stimmte das Parlament dieser Kooperation bei nur einer Gegenstimme aus der CDU und einer Enthaltung zu.

Wie berichtet, wollen die Gemeinden Kirchheim und Neuenstein ab dem kommenden Jahr eine gemeinsame Jugendpflege mit eineinhalb Stellen einrichten. Die Kosten dafür werden zu 70 Prozent von den politischen Gemeinden sowie zu 30 Prozent von den evangelischen Kirchen getragen.

13 000 Euro weniger

Auf die Marktgemeinde entfallen nach dieser Vereinbarung Kosten von 22 000 Euro. 13 000 Euro weniger, als bisher für die Jugendpflege ausgegeben wurden. Angesichts der großen Anzahl der Beteiligten Akteure sei Chaos vorprogrammiert, hatte der fraktionslose Thomas Müller kritisiert. Zudem vermisste er eine Einbindung der Schulsozialarbeit, um besser auf familiäre und soziale Probleme junger Leute eingehen zu können. Von einem lachenden und einem weinenden Auge sprach auch Wolfgang Köhler (Grüne). Mit der Regelung werde der Gemeinde Neuenstein geholfen, Leidtragende seien die Niederaulaer Jugendlichen, für die weniger Arbeitszeit der Ortsjugendpflegerin zur Verfügung stehe. Dass der Personalschlüssel nicht für alle Zeit in Stein gemeißelt sei, betonte hingegen der SPD-Fraktionsvorsitzende Bernhard Hirschbrich. „Wir werden diesen Prozess begleiten, jährlich überprüfen und gegebenenfalls nachsteuern“. Einstimmig fiel die Entscheidung, welche Mitglieder in das Kuratorium der Jugendpflege entsendet werden. Es sind für die SPD-Fraktion Gerda Stock sowie als Vertreterin Silke Herwig und für die CDU-Fraktion Susanne Schuchert und als Vertreter Michael Weinert.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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