Neues Angebot: Fahrten auf den Eisenberg

Firma Käberich übernimmt Buslinien im Südwesten des Landkreises

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Freuen sich über die neue Käberich-Flotte: (von links) NVV-Verkehrsplaner Martin Weißhand, Busunternehmer Thomas Reichwein, Scania-Vertreter Mehmet Göktas, Fuhrparkleiter Frank Köhler, Berater Erwin Peter-Winter und der Linienbündel-Beauftragte Stefan Daube nehmen die neuen Fahrzeuge in Augenschein.

Niederaula. Auf den ersten Blick wird manchem Fahrgast wohl nicht auffallen, dass die Buslinien im Südwesten des Landkreises ab den Fahrplanwechsel am 13. Dezember einen neuen Betreiber haben. Denn Busse mit Käberich-Logo waren schon vorher auf den Linien zwischen der Kreisstadt und den Gemeinden Hauneck, Haunetal, Eiterfeld, Niederaula, Breitenbach/H., Kirchheim, Oberaula und Neuenstein unterwegs

Bislang allerdings als Subunternehmer der Bahntochter Regionalverkehr Kurhessen (RKH). In einer europaweiten Ausschreibung hat Käberich-Bus vom Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) den Zuschlag erhalten, das Linienbündel für die kommenden acht Jahre selbst zu bedienen. Auffallen wird der Wechsel spätestens beim Einsteigen: Für den Auftrag hat Inhaber Thomas Reichwein kräftig in die Flotte investiert. 14 fabrikneue Fahrzeuge - darunter zwei Gelenkbusse - der Marken Mercedes und Scania nach neuester Abgasnorm und mit umweltfreundlichen CO2-Klimaanlagen kommen zum Einsatz.

Die Niederflur-Technik soll Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten den Einstieg ermöglichen. Der Linienverlauf wird auf einem Bildschirm angezeigt und von einer Sprachbox angesagt. Die strengen Qualitätsanforderungen des NVV würden damit teilweise sogar übererfüllt, verdeutlicht Reichwein. Zudem lasse sich im Dienste der Pünktlichkeit der genaue Fahrzeugstandort per GPS-Technik nachvollziehen. Bei den Buslinien will der Inhaber ohne Subunternehmer auskommen. Vier zusätzliche Fahrer hat Reichwein dafür eingestellt. Sie waren zuvor beim bisherigen Linienbereiber RKH und bei der Rotenburger Firma Zilch, die einen Linienauftrag verloren hat, tätig.

Ausflugsziel zu jeder Jahreszeit: Auf den Eisenberg, mit 636 Metern die höchste Erhebung des Kreises, fährt am Wochenende nach dem Fahrplanwechsel ein Linienbus.

Betriebsmittelpunkt für den Busverkehr ist das Firmengelände am Niederaulaer Sportplatz - ein Teil der Flotte startet aber von einem Abstellplatz an der Hünfelder Straße in Bad Hersfeld zu den Einsätzen. Die Fahrten des Anruf-Sammel-Taxis übernehme derselbe Subunternehmer wie bisher. „Abgesehen von zwei Kirchheimer Ortsteilen wurden die bekannten Liniennummern beibehalten“, berichtet Verkehrsplaner Martin Weißhand vom NVV. Für einen effektiveren Einsatz sei der Unterrichtsanfang an den Grundschulen in Asbach und Neukirchen geringfügig verändert worden.

Samstags sowie an Sonn- und Feiertagen gibt es jeweils drei Fahrten der Linie 370 auf den Eisenberg und zurück. Im Sommerhalbjahr wird der Bus mit einem Fahrradträger ausgestattet, im Winter mit einer Skibox.

Damit will der NVV ein Angebot für Ausflügler machen. Verkehrsplaner Martin Weißhand und NVV-Sprecherin Sabine Herms rechnen dabei nicht auf Anhieb mit vollen Bussen: Erfahrungsgemäß dauere es etwa zwei Jahre, bis sich entsprechende Angebote etablierten.

Was sich auf den Buslinien im Einzelnen ändert, lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten Zeitung und im E-Paper.

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