Brandschützer aus Breitenbach/H. ziehen positive Bilanz – 2140 Einsatzstunden

Festivals fordern die Wehr

Geehrt beziehungsweise befördert auf der Jahreshauptversammlung der Breitenbacher Feuerwehren wurden (von links) Holger Hamel, Martin Krause, Marco Hellwig, Ralf Nuhn und Jörg Stiebing von Tanja Dittmar, Markus Wettlaufer, Udo Mohr, Volker Jaritz und Thomas Specht. Foto: Löwenberger

Breitenbach/H. Zwei Termine beherrschen alljährlich den Kalender der Breitenbacher Feuerwehren. Da ist zum einen das Hippie-Festival auf dem Gelände des Hofes Huhnstadt im Juli beziehungsweise August. Dort leisteten die Feuerwehrfrauen und Männer 2014 an fünf Tagen insgesamt 1314 Stunden Brandsicherheitsdienst. Das berichtete Gemeindebrandinspektor Markus Wettlaufer am Freitagabend auf der Jahreshauptversammlung aller Breitenbacher Feuerwehren im historischen Saal der Gaststätte Koch in Oberjossa.

Das zweite Großevent sind die Ritterspiele rund um die Burg Herzberg. Wegen der Abgeschiedenheit der Burg muss der Brandsicherheitsdienst hier mindestens zwei Tage rund um die Uhr aufrecht erhalten werden. Zudem kümmert sich die Feuerwehr noch um die Sicherheit bei den Aufführungen der Theatergruppe Klarteckst und auf der Breitenbacher Kirmes.

Für reichlich Arbeit sorgten im vergangenen Jahr auchzwei Unwettereinsätze im Juni und Juli mit Starkregen, Überflutungen und gesperrten Straßen. Dazu kamen mehrere kleine Einsätze, wie Personensuchen, das Beseitigen von Ölspuren oder kleinere Brände.

Scheunenbrand im Juni

Besonders traf es die Feuerwehrleute auf ihrem Gemeindefeuerwehrtag am 14. Juni. Statt wie geplant zur Alarmübung um 16 Uhr heulten die Sirenen bereits während der Siegerehrung der Jugendwettkämpfe um 12.59 Uhr. Grund für den vorzeitigen Alarm war eine im Vollbrand stehende Scheune in unmittelbarer Nähe des Festgeländes. Schnell war klar, dass es nur noch darum ging ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude zu verhindern. Die Scheune mit Ernteerzeugnissen und einem darin stehenden Wohnwagen fiel den Flammen zum Opfer.

Insgesamt, so berichtete Wettlaufer weiter, hätten die fünf Wehren der Herzberggemeinde 2140 Einsatzstunden geleistet. Dazu seien rund 50 Seminare und Lehrgänge besucht, regelmäßig Übungen und Alarmübungen durchgeführt worden, und man habe an zahlreichen Veranstaltungen und Sitzungen teilgenommen. Insgesamt sind in Breitenbach 115 Feuerwehrleute aktiv, darunter zehn Frauen. Die stärkste Truppe mit 30 Aktiven stellt der Ortsteil Hatterode. Dazu kommen 14 Mädchen und 26 Jungen in der Jugendabteilung und noch einmal zwei Mädchen und fünf Jungen bei den Jüngsten.

Kritik übte Wettlaufer an der erneut verschobenen Ersatzbeschaffung für ein 28 Jahre altes TSF der Feuerwehr Gehau. Obwohl ein Zuwendungsbescheid bereits seit 2013 vorläge, habe die Gemeinde die nötigen Finanzmittel nicht bereit gestellt.

Für das Engagement der Feuerwehrleute bedankten sich der Kreisbeigeordnete Walter Schmidt, Bürgermeister Volker Jaritz, der Feuerwehr-Kreisverbandsvorsitzende Thomas Specht und Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar, die ihren ersten Besuch in der Herzberggemeinde nutzte, um sich vorzustellen.

Von Bernd Löwenberger

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