Kirchheimer Feuerwehr rückte im vergangenen Jahr zu 94 Einsätzen aus

Fast zweimal pro Woche

Mit der St.-Floriansmedaille in Bronze am Band wurde Wilfried Reuber (Mitte vorn) am Samstagabend auf der Jahreshauptversammlung der Kirchheimer Feuerwehren vom Kurhessisch-Waldeckschen Feuerwehrverband für 34 Jahre aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet. Mit dabei (von links): Bürgermeister Manfred Koch, Gemeindebrandinspektor Thomas Schneemilch, Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten, Kreisjugendfeuerwehrwart Bernd Spoelstra und Verbandsvorsitzender Thomas Specht. Foto: Löwenberger

Kirchheim. Insgesamt 94 Mal mussten die Kirchheimer Feuerwehren im vergangenen Jahr ausrücken und absolvierten damit rund zehn Prozent aller Einsätze im Kreis Hersfeld-Rotenburg (974 Einsätze). Das gab Gemeindebrandinspektor Thomas Schneemilch am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung aller Kirchheimer Wehren im Dorfgemeinschaftshaus Heddersdorf bekannt.

2164 Einsatzstunden seien so bei den 25 Brand- und 47 Hilfeleistungseinsätzen zusammen gekommen. Die relativ hohe Zahl von 22 Fehlalarmen erkläre sich daraus, dass bei Einsätzen auf der Autobahn oftmals auch die Feuerwehr Willingshain mit alarmiert werde. Diese stelle dann zwar die Einsatzbereitschaft her, werde aber oft doch nicht mehr vor Ort benötigt, erläuterte Schneemilch. In diesem Zusammenhang lobte der Gemeindebrandinspektor die Kameraden, die das feuerwehrinterne Datenerfassungssystem „Florix“ hervorragend pflegten und immer auf dem neuesten Stand hielten.

Lob für Nachwuchsförderung

Zudem seien noch einmal 2877 Stunden in insgesamt 154 Aus- und, Weiterbildungsmaßnahmen und in Übungen investiert worden, wobei die Schwerpunkte in den Bereichen Atemschutz und Jugendarbeit gelegt worden seien. Einhellig wurde die Nachwuchsförderung bei den Kirchheimer Feuerwehren von Bürgermeister Manfred Koch, Kreisbrandinspektor (KBI) Jürgen Weingarten, Kreisjugendfeuerwehrwart Bernd Spoelstra und dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Hersfeld-Rotenburg, Thomas Specht, mit großem Lob versehen. Besonders die in der Kindertagesstätte und der Grundschule regelmäßig abgehaltenen Brandschutzerziehungen fanden großen Anklang, auch weil dadurch immer wieder Nachwuchs für die Bambinigruppe und die Jugendfeuerwehr geworben werde. Einhellig auf Kritik hingegen stieß die neue Gebührensatzung des Landes für die Feuerwehren. „Während überall Steuern, Beiträge und Gebühren erhöht werden, müssen wir unsere Einsatzgebühren senken“, wetterte Schneemilch. Auch die Versicherungen kamen schlecht weg. Fast immer versuchten die mit mehr oder weniger fadenscheinigen Begründungen Zahlungen zu reduzieren oder endlos lang hinaus zu zögern.

Weiteres Thema war auch der ständige, wenn auch mäßige Rückgang der aktiven Mitglieder. Besonders was die Tagesbereitschaft angehe, müsse man sich umgehend nach neuen Wegen umsehen. Auch hier sei es sehr wichtig, Nachwuchs in den Jugendabteilungen zu rekrutieren und zu motivieren, weil Seiteneinsteiger äußerst rar seien.

„Bürger bestens aufgehoben“

Insgesamt aber zeigten sich die Feuerwehrverantwortlichen mit dem Ablauf des vergangenen Jahres zufrieden und Weingarten brachte es auf den Punkt: „Die Kirchheimer Bürger sind bei ihrer Feuerwehr bestens aufgehoben.“ (lö) Hintergrund

Von Bernd Löwenberger

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