Bund und Land fördern die Sanierung des alten Renaissanceschlosses in Hausen

Erster Bauabschnitt ist gesichert

Der Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert (CDU, fünfter von rechts), CDU-Landtagskandidat Matthias Wettlaufer (dritter von links) sowie der Bürgermeister der Gemeinde Oberaula, Klaus Wagner, (vierter von links) trafen sich mit dem Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege, Prof. Gerd Weiß (dritter von rechts) und dem Leiter der Außenstelle Marburg des Denkmalamtes, Prof. Peer Zietz (zweiter von rechts) am Schloss Hausen (im Hintergrund), um den Förderbescheid für einen ersten Sanierungsabschnitt zu überreichen. Foto: nh

Hausen. Das alte Renaissanceschloss in Hausen soll vor dem rapiden Verfall bewahrt werden. Durch Fördergeld von Bund und Land, welches dem Schloss im vergangenen Jahr durch Initiative des Denkmalamtes zugute gekommen war, konnten dringendste Notsicherungen vorgenommen werden. An den Beginn eines ersten Sanierungsabschnittes war bis zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken.

Dies hat sich nun geändert: Am Schloss Hausen trafen sich der Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert (CDU), der CDU-Politiker Matthias Wettlaufer sowie der Bürgermeister der Gemeinde Oberaula, Klaus Wagner, mit dem Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege, Prof. Gerd Weiß, und dem Leiter der Außenstelle Marburg des Denkmalamtes Prof. Peer Zietz, um der Eigentümerfamilie von Dörnberg einen Förderbescheid zu überreichen. Bundestagsabgeordneter Dr. Edgar Franke (SPD), der zu diesem Termin nicht erscheinen konnte, übersandte seine Grüße und herzlichen Glückwünsche.

Nach einer Begrüßung und Danksagung von der Familie von Dörnberg, betonte Bürgermeister Klaus Wagner, dass die nun finanzierbare Sanierung auch für die Gemeinde sehr erfreulich sei, denn zwischen dem Schloss, der Gemeinde Oberaula und der Familie von Dörnberg bestünde eine jahrhundertealte, enge Verbindung.

Prof. Weiß verglich die Bemühungen um den Erhalt eines Baudenkmals wie Schloss Hausen mit dem Bestreben auf internationaler Ebene, Weltkulturgüter zu erhalten: Tragwerksplaner Bernd Mittnacht, Bauunternehmer Lothar Fesch sowie der restoratorische Fachbauleiter Michael Ochsler erläuterten das weitere Vorgehen. Nach der Sicherung von Holz und Mauerwerk im vergangenen Jahr kann nun die Sanierung des Dachstuhls und eine dringend erforderliche Dachneueindeckung im Westflügel des Schlosses beginnen. Zukünftige Arbeiten müssen sich im Bereich der Renaissancegiebel, besonders des Treppenhauses anschließen, bevor in weiteren Finanzierungsabschnitten die Schäden im Ostflügel in Angriff genommen werden sollen.

Das Schloss wurde in seiner heutigen Form im 16. und 17. Jahrhundert errichtet, in seinem Kern aber ist noch deutlich die uralte Rundburg abzulesen, von der sich auch im Dachstuhl noch manche Teile erhalten haben.

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