Gemeindevertretung genehmigt Beratungsvertrag

Eon-Rückkauf spaltet Parlament

Kirchheim. An der Frage, ob die Gemeinde Kirchheim Anteile am Energieversorger EAM, der ehemaligen Eon-Mitte, erwerben soll, schieden sich während der Gemeindevertretersitzung in Kirchheim am Mittwochabend die Geister.

Dabei entschieden die Gemeindevertreter jedoch nicht darüber, ob die Gemeinde Anteile von den Landkreisen als neue EAM-Eigentümer erwirbt. Vielmehr ging es darum, ob die Gmeeinde sich anteilig für etwa 11 000 Euro am Beratungshonorar für eine Anwaltskanzlei beteiligt, welche die Gemeinden mit fundierten Zahlen über die Rentabilität eines möglichen Anteilserwerbs versorgen soll. Die Redner der CDU-Fraktion sahen die EAM mit den Landkreisen als Anteilseigner bereits in guten kommunalen Händen. Die Christdemokraten sahen daher keine Veranlassung, den Kauf weiterzuverfolgen und wollten deshalb auch das Beratungshonorar sparen. Außerdem monierte Stefan Nieding, dass die Kanzlei bereits einen Prüfauftrag der Gemeinden gehabt habe und jetzt für detailliertere Zahlen einen kräftigen Nachschlag verlange.

Nach Ansicht der SPD-Fraktion würde die Gemeinde mit einem Ausstieg aus dem Gemeinschaftsauftrag die Tür für einen Anteilskauf vorschnell zuschlagen, weil dann fundierte Zahlen zur Rentabilität fehlen würden. „Geht es schief, werden wir ohnehin über die Kreisumlage herangezogen. Wenn nicht, bekommen wir von den Gewinnen des Kreises sicher nichts ab“, verdeutlichte Oliver Kurz.

Mit zwölf Ja-Stimmen der SPD, acht Gegenstimmen und einer Enthaltung stimmte das Parlament dem Gemeinschaftsauftrag zu. (jce)

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