Erster Teil des Sozialzentrums Oberaula wurde eröffnet, der zweite folgt im Dezember

„Ein Vorzeigeprojekt“

Oberaula. Gut acht Monate nach Baubeginn wurde jetzt das erste von zwei Gebäuden des Oberaulaer Sozialzentrums feierlich eröffnet. Während 250 Menschen auf dem Vorplatz den Worten von Bürgermeister Klaus Wagner lauschten, begutachtete das Hausarzt-Ehepaar Stephanie Herzig-Kurz und Hans-Wilhelm Kurz die Räume ihrer zukünftigen Arztpraxis.

Die Rezeption ist bereits fertig, doch Behandlungszimmer und Warteraum sind noch leer, die Wände kahl. Umziehen wird die Gemeinschaftspraxis nach Ostern, Anfang Mai soll sie eröffnet werden.

Medifit ist schon umgezogen

Die örtliche Physiotherapiepraxis Medifit von Anne und Gabi Kratz hat Anfang der Woche im Souterrain eröffnet. Als nächstes werde der Multifunktionsraum der Begegnungsstätte fertiggestellt werden, der sich auch im Erdgeschoss befindet. Im Juni 2014 soll es soweit sein. Mit einem Aufzug sind die Räume behindertengerecht erschlossen.

Genutzt wird der multifunktionale Raum als Begegnungsstätte. Und der sich im Mai gründende Verein Gemeinsam für Oberaula (GFO) wird seine Geschäftsstelle dort haben. Frauen der Nachbarschaftshilfe verkauften Kaffee und Kuchen und sammelten so Spenden für den neuen Verein GFO.

Für Wagner ist das Sozialzentrum ein Vorzeigeprojekt für Oberaula und wichtig für das Gemeinwesen der 3200-Einwohner-Gemeinde. Das Zentrum mit der Begegnungsstätte liege genau zwischen Grundschule und Kindergarten. Im Nachbargebäude werden dieses Jahr noch acht Tagespflegeplätze und acht Appartements für betreutes Wohnen entstehen.

Als Treffpunkt soll sich das Zentrum auch durch den Umzug der Praxen etablieren. Die letzte Arztpraxis Oberaulas und die Physiotherapie lagen beide an unterschiedlichen Ortsrändern. Vor der Arztpraxis war die Parkplatzsituation schlecht und auch zu Fuß waren sie schwer zu erreichen. Das soll sich durch den Umzug in den Ortskern ändern. „Es ist eine riesige Entlastung für die Arztpraxis“, sagte Wagner. Vor dem Sozialzentrum gibt es rund 15 Parkplätze.

Für die Gemeinde ist der Umbau der früheren Grundschule in ein Sozialzentrum eine große Investition. 1,55 Millionen Euro kostet der Umbau. Davon sind rund 930 000 Euro über Darlehen finanziert. 600 000 Euro stammen aus Zuschüssen: EU-Mittel aus der Leader-Förderung Knüll über den Zweckverband Knüll, vom hessischen Sozialministerium und auch die ortsansässige Anette-Hellwig-Stiftung unterstützt das Projekt finanziell. 20 000 Euro stammen zudem aus Eigenleistungen des Gemeindebauhofs.

• Termin: Zu einem Tag der offenen Tür laden die Praxen für Samstag, 17. Mai, ein. HINTERGRUND

Von Nina Nickoll

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