Niederaulaer Feuerwehren trainieren bei zwei Probeszenarien den Ernstfall

Echte Einsätze nach der Übung

Dramatischer Einsatz: Ein Feuerwehrmann im verqualmten Bauhof von Mengshausen. Foto: nh

Niederaula. Dichter Qualm steigt aus dem Verwaltungsgebäude des Bauhofs in Mengshausen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr stellt sich heraus: Mindestens eine Person wird vermisst.

Unter schwerem Atemschutz geht ein Trupp in das zweistöckige Bürohaus, um das brennende Gebäude herum beginnen die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten. Vollalarm für die Feuerwehren der Marktgemeinde Niederaula. Während der Arbeiten dann ein Hilfeschrei: Ein Atemschutzgeräteträger ist im Gebäude verletzt, kann sich nicht selbst befreien.

Der Sicherungstrupp ist zur Stelle, geht in das verrauchte Haus. Für diesen Fall gibt es eine sogenannte Rettungstasche. Darin ist unter anderem ein Rettungstuch. Damit transportieren die Kameraden den verletzten Feuerwehrmann ins Freie.

Zum Glück war dieses Szenario nur eine Übung. Unter der Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors Mike Völker (Kerspenhausen) laufen die Arbeiten routiniert ab. Die Handgriffe sitzen, die Kameradinnen und Kameraden wissen, was im Ernstfall zu tun ist. Über 50 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Noch während der Übungsnachbesprechung hieß es dann: Alarm für die Feuerwehren Niederjossa und Niederaula: „Brennt Schornstein in Niederjossa“. Die Lage in dem Wohnhaus im Niederaulaer Ortsteil war schnell unter Kontrolle. Mit der Wärmebildkamera wurde das Gebäude überprüft, der Bezirksschornsteinfeger ließ den Schornstein kontrolliert ausbrennen.

Auch drei Tage später folgte der Übung eine Alarmierung. Zunächst hieß es für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Niederaula „ausgelöste Brandmeldeanlage im Industriegebiet Niederaula bei der Firma Stappert“. Vor Ort stellte sich heraus: Mitarbeiter waren im Firmengebäude mit ihren Wartungsarbeiten beschäftigt. Plötzlich kam es im Umkleideraum zu einer unklaren Rauchentwicklung. Vier Mitarbeiter wurden vermisst.

Es war also keine fehlerhafte Auslösung der Brandmeldeanlage.

Das Feuer hatte sich im Verwaltungsgebäude ausgebreitet. Bei diesem Einsatzszenario stand neben den Löscharbeiten und der Personenrettung auch die Kommunikation der jeweiligen Abschnittsleiter mit der Besatzung des Einsatzleitwagens im Mittelpunkt.

Partner der Feuerwehr

Die Übung wurde von Benjamin Deist und Michael Thamer ausgearbeitet. Die Firma Stappert ist offizieller Partner der Feuerwehr und stellte seine Räumlichkeiten zur Verfügung. 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr Niederaula waren bei der Jahresabschlussübung dabei. Am Abend dann folgte für die Kleineinsatzgruppe ein weiterer Einsatz: Ölspur auf der Straße „Am Wehrsteg“ in Niederaula. (red/jce)

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