Pläne für neue Windräder rund um die Gemeinde Breitenbach am Herzberg

Drei Flächen für Rotoren

Möglicher Standort für Windräder: Auf der Gibgeskuppe bei Breitenbach möchten die Grünen Werke Düsseldorf Windräder errichten. Darum geht es in einer Bürgerversammlung am Mittwoch, 13. November, ab 19.30 Uhr im Breitenbacher Theatertreff. Archivfoto: Urban

Breitenbach/H. Gleich an drei Stellen rund um Breitenbach könnten in Zukunft Windräder gebaut werden. Derzeit treiben drei Investorengruppen die Planungen für Windparks auf dem Gebiet beziehungsweise in unmittelbarer Nähe zur Herzberggemeinde voran.

Die Grünen Werke Düsseldorf, eine Tochtergesellschaft der Düsseldorfer Stadtwerke, wollen auf der Gibgeskuppe in einem privaten Waldstück mehrere Windräder, dem Vernehmen nach vier oder fünf Anlagen, errichten. Die Gibgeskuppe ist im aktuellen Entwurf des Regionalplans Nordhessen als Vorrangfläche für Windkraft ausgewiesen.

Ausschließlich zum Thema Windpark Gibgeskuppe findet am Mittwoch, 13. November, ab 19.30 Uhr eine Bürgerversammlung im Theatertreff in Breitenbach statt. An diesem Abend sollen Vertreter der Planungsgruppe ebenso zu Wort kommen, wie Naturschützer und Bürger der Gemeinde Breitenbach. Vor dieser Veranstaltung wollten sich die Grünen Werke gegenüber unserer Zeitung nicht zu Einzelheiten des Projektes äußern.

Auch Breitenbachs Bürgermeister Volker Jaritz will der Versammlung nicht vorgreifen und an diesem Abend ausloten, wie das grundsätzliche Stimmungsbild in der Bevölkerung zur Windkraft an diesem Standort ist. Der Breitenbacher Ortsbeirat habe sich, unter anderem weil die Windgeschwindigkeiten in diesem Bereich zu gering seien, bereits gegen das Projekt ausgesprochen; ebenso die Bewohner des benachbarten Gibgeshofes.

Vergleichsweise gering sind die Einflussmöglichkeiten der Gemeinde auf ein Windkraftprojekt, welches jenseits der Kreisgrenze auf dem Gebiet der Stadt Schlitz im Vogelsbergkreis an die Gibgeskuppe angrenzt. In Sichtweite von Breitenbach, in den Gemarkungen Ober-Wegfurth und Rimbach, will die Wiesbadener Firma Abo-Wind 12 Anlagen mit einer Nabenhöhe von 139 Metern und einer Nennleistung von je 2,5 Megawatt errichten. Aktuell läuft nach Auskunft von Abo-Wind das Genehmigungsverfahren, Baubeginn könnte demnach im ersten Quartal 2014 sein. Bisher sei die Gemeinde nicht an den Planungen beteiligt gewesen, da einzelne Standorte der Anlagen jetzt aber näher an die Gemeindegrenzen herangerückt seien, rechnet Jaritz mit einer zweiten Anhörung im Dezember. Auch Breitenbach werde dann eine Stellungnahme abgeben.

Am unproblematischsten ist nach Jaritz Einschätzung der dritte beplante Windkraftstandort auf dem Frohnkreuzkopf, einem westlichen Ausläufer des Rimberges. Investor Arie Bakker aus Lich will dort im Privatwald drei oder vier Windräder aufstellen. Die Planungen dafür hätten begonnen, derzeit warte er die Gutachten der Behörden ab, sagte Bakker gegenüber unserer Zeitung.

Von Jan-Christoph Eisenberg

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