Kanalisation in Niederaulaer Bahnhofstraße wird erneuert – Umleitung über Asbach

Dicke Rohre gegen Rückstau

Baugrube: Die neuen Rohre sind so breit, dass sie nur bei einer Vollsperrung der Niederaulaer Bahnhofstraße im Untergrund versenkt werden können. Foto: nh

Niederaula. Bis zu 90 Zentimeter Durchmesser haben die Kanalrohre, die zurzeit in der Bahnhofsstraße im Ortskern von Niederaula verlegt werden.

Sie sollen die Rückstaugefahr der Abwässer beheben, die aus den Ortsteilen Niederjossa, Solms, Hattenbach, Kleba und aus einem Großteil der Marktgemeinde selbst in die Kläranlage fließen. Zwischen der Brücke über die Aula und der Filiale der VR-Bank in der Ortsmitte, Kreuzung Kirchweg, ist die Bahnhofstraße deswegen zurzeit voll gesperrt.

Nadelöhr wird behoben

Bis zum Zulauf zur Kläranlage in der Fuldastraße werden gleichzeitig auch neue Wasserleitungen verlegt und die Hausanschlüsse erneuert. „Der alte Regenwasserkanal war defekt und alt, der Schmutzwasserkanal deutlich unterdimensioniert“, erklärt Bürgermeister Thomas Rohrbach die Bauarbeiten. Mit diesen umfangreichen Arbeiten werde im Kanalbereich ein Nadelöhr kurz vor der Kläranlage behoben, was aufgrund der gestiegenen Schmutzwasserfrachten zu Rückstau in den Kellern der betroffenen Anlieger führen könnte.

Die Baustelle ist ein Gemeinschaftsprojekt der Marktgemeinde und der Verkehrsbehörde Hessen Mobil. Bis zum Wintereinbruch soll die Bahnhofsstraße mit einem Schotterbett wieder geschlossen sein. Im Frühjahr werden dann die neue Fahrbahndecke aufgetragen und die Gehwege angelegt.

Für die Erneuerung des Kanalsystems und der Gehwege sind im Niederaulaer Haushalt 1,4 Millionen Euro veranschlagt. Die offizielle Umleitung von Niederaula nach Mengshausen führt derzeit über Asbach und Kerspenhausen. (ley)

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