Die Plätze in der Region locken Besucher aus ganz Deutschland und Europa an

Camper lieben die Ruhe

Glückliche Gesichter: Heinrich Hartung (links), Inhaber des Campingplatzes Seepark Kirchheim , und das Ehepaar Ida und Willy Verbiesen aus den Niederlanden mit Hund Eddy, die ihren Sommerurlaub auf dem Campingplatz in Rotenburg verbringen. Fotos: Sandrock/Heissler

Kirchheim/Rotenburg. Das nasskalte Wetter scheint die Campingsaison nicht negativ zu beeinflussen. Die Urlauber sind mit den Plätzen zufrieden. Wir waren auf zwei Campingplätzen im Kreis unterwegs und trafen trotz des durchwachsenen Sommers viele Camper von weit her.

Auf dem Campingplatz am Seepark in Kirchheim geht es eher ruhig zu. Eine Familie aus der Nähe von Stuttgart, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, hat sich den Platz ausgesucht, weil er in ihrem Camping-Führer mit fünf Sternen ausgezeichnet ist und Programm für Jung und Alt verspricht.

Aber: „Es ist nicht das, was wir uns gedacht haben!“, sagen sie. Die Spielplätze seien von ihrem Platz aus weit entfernt, und das versprochene Kinderprogramm fehle. Campingplatzinhaber Heinrich Hartung hat dafür eine Erklärung: „Früher haben wir mit dem Seepark zusammengearbeitet. Die hatten ein Kinderprogramm. Aber seit der Insolvenz ist das vorbei.“ Positiv bewerten die Stuttgarter aber die Organisation; das Personal sei kompetent, der Platz sauber, ebenso wie die Sanitäranlagen.

Nichts gegen kühlen Sommer

Ein älteres Ehepaar aus Limburg an der Lahn, das ebenfalls anonym bleiben möchte, findet: „Es ist ein herrlich ruhiger Platz!“ Sie haben nichts gegen den wechselhaften, kühlen Sommer. „Bei 30 Grad ist es im Wohnwagen auch nicht schön“, erklären sie. Die beiden Limburger haben mit Auto und Fahrrädern auch schon die Region erkundet und sind zufrieden.

„Gegen Abend wird es hier richtig voll, da kommen viele Leute von der Autobahn und bleiben über Nacht.“ Das bestätigt auch Platzbetreiber Heinrich Hartung: „Wir leben von der Autobahn und den Jugendgruppen, die bei uns Zeltlager abhalten.“

50 Kilometer entfernt ist das „Fulda Camp“ in Rotenburg gut besucht. Ob sich das wechselhafte Wetter auf die Besucherzahlen auswirke, verneint Campingplatzbetreiberin Karin Matzon. „Wir haben bisher sogar mehr Gäste als vorigen Sommer. Im vergangenen Jahr war der Juni schlecht, dieses Jahr ist es der August. Das gleicht sich aus“, erklärt Matzon und hofft auf einen warmen Herbst. Trotz der Witterung ließen sich die Gäste nicht vom Campen abhalten.

Reimund Boncourt aus Nörten-Hardenberg ist mit dem Fahrrad unterwegs und zeltet auf dem Platz. Seine Wahl ist zufällig auf Rotenburg gefallen, da es unterwegs kaum Campingplätze gibt. Ihm gefällt der Platz, die entspannte Atmosphäre, die grüne Lage und die Stadt.

Fachwerk ist anziehend

Das Ehepaar Geidel aus Berlin übernachtet in einem ausgebauten Sprinter. Auch sie lassen sich vom Wetter nicht abschrecken und erkunden die Umgebung mit Fahrrad und Boot. „Wir lieben Fachwerkhäuser, deshalb haben wir uns Rotenburg ausgesucht“, erklären die Geidels. (arh/sar/sls)

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