Bürgermeister Jaritz stellte den Haushaltsplan 2017 vor

Breitenbach/H. investiert ohne Kredite

Oberjossa. Jede Kostenstelle habe die Gemeindeverwaltung auf den Prüfstand gestellt und einiges einsparen können, teilte Bürgermeister Volker Jaritz der Gemeindevertretung von Breitenbach/H. bei deren Sitzung in Oberjossa mit, als er den Haushalt für das kommende Jahr vorstellte. 

Dafür hatte er eine anschauliche Powerpoint-Präsentation vorbereitet, die er gemeinsam mit Verwaltungsmitarbeiterin Anke Asbahr vorstellte.

Knapp 3,6 Millionen Euro an Erträgen sind für 2017 eingeplant, 3,272 Millionen Euro will die Gemeinde ausgeben. Das bedeutet einen Jahresüberschuss von rund 239 000 Euro.

Die Investitionen

645 705 Euro sollen im kommenden Jahr investiert werden, vor allem in die technische Infrastruktur, erklärte Jaritz. Auf der Liste stehen unter anderem der Tiefbrunnen Machtlos, der Feldwegebau, die energetische Erneuerung des Bürgerhauses in Breitenbach und die Fortsetzung des Abwasserprogramms. All das wolle die Gemeinde ohne neue Kredite finanzieren, betonte Jaritz. Eingesetzt werden sollte lediglich das Geld aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Landes Hessen (KIP) und des Bundes, das als vergünstiger Kredit ausbezahlt werde. Den Höchstbetrag für Kassenkredite, also Geld, das bei Bedarf kurzfristig aufgenommen werden muss, um flüssig zu bleiben, will die Gemeinde auf 500 000 Euro festsetzen. Kassenkredite seien aber seit Jahren nicht mehr notwendig gewesen, erklärte der Bürgermeister.

Die Steuerhebesätze

Mit ihren Steuerhebesätzen bleibt die Gemeinde stabil bei 360 Prozentpunkten für Grundsteuer A und B sowie für die Gewerbesteuer. Bei der Gewerbesteuer liegt die Gemeinde Breitenbach knapp unter dem Durchschnitt der Städte und Gemeinden des Landkreises (377 Prozent), bei der Grundsteuer B kommen die Breitenbacher deutlich günstiger weg, als in vielen anderen Gemeinden. Hier ist Rotenburg der Spitzenreiter mit 785 Prozent. Der Kreisdurchschnitt liegt bei 473 Prozent.

Die Gebühren

Die Gebührenhaushalte der Gemeinde erläuterte Anke Asbahr. Die meisten dieser Haushalte seien kostendeckend beziehungsweise erzielten Überschüsse. Eine gravierende Unterdeckung gibt es bei den Kita-Gebühren, wo den Einnahmen in Höhe von 154 000 Euro Ausgaben in Höhe von 376 700 Euro gegenüber stehen. Der Abwasserhaushalt weist Erträge von 721 600 Euro bei Aufwendungen in Höhe von 346 500 Euro aus. Mit dem Überschuss würden Verlustvorträge aus den Vorjahren ausgeglichen und Darlehen getilgt, erläuterte Asbahr.

Der Haushalt wird jetzt in den Ausschüssen beraten und soll in der nächsten Sitzung beschlossen werden.

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