Bürgermeister Jaritz: Argumente der Gemeinde nicht berücksichtigt

RP genehmigt Windpark Breitenbach auf der Gibgeskuppe

Breitenbach/H. Das Regierungspräsidium (RP) Kassel hat für die Errichtung und den Betrieb von drei Windkraftanalgen für den Windpark Breitenbach bei Breitenbach am Herzberg die Genehmigung erteilt.

Bewilligt wurden laut Pressemitteilung des RP drei Windenergieanlagen (WEA) mit einer Nabenhöhe von 139 Metern, einem Rotordurchmesser von 120 Metern und einer daraus resultierenden Gesamthöhe von 199 Metern. Die Genehmigung umfasst auch die zugehörigen dauerhaften Kranstellplätze und Kranauslegerflächen. Die Genehmigung ist auf 30 Jahre nach Bestandkraft befristet und sofort vollziehbar.

Seltene Arten

Bis zuletzt hatte die Gemeinde Breitenbach/H. versucht, den Bau des Windparks zu verhindern. Dabei wurde, so erklärt Bürgermeister Volker Jaritz, unter anderem auf den Artenschutz (in dem Gebiet leben seltene Arten wie Roter Milan oder Mopsfledermaus), auf den Grundwasserschutz (der Gibgeshof bezieht sein Trinkwasser ausschließlich aus einer Quelle an der Kuppe) und die drohende Umzingelung (die Nachbarkommunen Schlitz, Alsfeld und Grebenau wollen ihrerseits Windräder direkt an die Gemeindegrenze Breitenbach bauen) verwiesen.

„Alles, was wir vorgetragen haben, wurde in den Wind geschrieben“, sagt ein sehr enttäuschter Volker Jaritz. „Die Rechte der Menschen werden mit Füßen getreten.“

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

Kommentare