Gemeinde fördert Grundstücke am Burggarten

Billiges Bauland in Breitenbach

Breitenbach/H. Die Gemeinde Breitenbach am Herzberg wirbt weiter aktiv um junge Familien. Deshalb haben die Gemeindevertreter auf ihrer jüngsten Sitzung auf Antrag der SPD-Fraktion ein besonderes Vermarktungspaket für Bauplätze im Burggarten beschlossen. Insgesamt stehen dort noch 14 Grundstücke zum Verkauf.

Befristet bis zum 31. Dezember 2015 sollen die dortigen Bauplätze bis zu einer Größe von 1000 Quadratmetern für 25 Euro pro Quadratmeter angeboten werden. Ein ähnliches Vermarktungsprgramm war unlängst ausgelaufen. Nach Ende der Aktion beträgt der Kaufpreis dann 35 Euro. Zusätzlich bietet die Gemeinde ein spezielles „Begrüßungspaket“ an. So werden für ein Kind und ein Jahr die Gebühren für den Kindergarten übernommen. Außerdem übernimmt die Gemeinde für zwei Jahre nach Erwerb die Grundsteuer und auch die Kosten für das Wasser während der Bauphase.

Das Bürgerforum hatte vorgeschlagen, dieses Begrüßungspaket nur für einen Bauplatz im Gebiet am Burggarten anzubieten, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Die Gemeindevertreter votierten mit fünf Ja- und einer Nein-Stimme bei drei Enthaltungen für den SPD-Antrag.

Ferner beschlossen die Gemeindevertreter, ein 862 Quadratmeter großes Grundstück mit einen Haus mit vier Wohneinheiten in Breitenbach, Hohe Luft 2, zu verkaufen. Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig. Nach einer längeren Diskussion wurde deutlich, dass die Investitionskosten in Höhe von etwa 250 000 Euro für die Sanierung sich erst nach etwa 29 Jahren amortisiert hätten. Deshalb wurde beschlossen, das haus zu verkaufen, Der Gemeindevorstand wurde beauftragt, diesen Beschluss nun umzusetzen.

Interesse an Eon-Anteilen

Zudem hat auch die Gemeinde Breitenbach grundsätzliches Interesse an einer Beteiligung am Energieversorger EAM (früher Eon-Mitte). Die Gemeindevertreter ermächtigten einstimmig den Gemeindevorstand im Rahmen des kommunalen Interesseverbunds eine Anwaltskanzlei mit der Erhebung der notwendigen Rahmendaten zu beauftragen. Gleichzeitig stellte die Gemeindevertretung aber ausdrücklich klar, dass durch diesen Beschluss noch eine Entscheidung über einen möglichen Anteilserwerb getroffen wurde.

Damit diese Gemeindeverwaltung auch wirklich alle erteilten Aufträge auch zügig abarbeiten kann, genehmigten die Gemeindevertretereinstimmig 15 000 Euro für die Erneuerung des veralteten Computernetzwerkes im Rathaus. (kai)

Kommentare