Beim Wintertreffen im Knüll trafen sich am Wochenende 150 wetterfeste Biker

Benzingespräche am Feuer

Angrillen im Januar: Die Biker machten es sich bei Minustemperaturen auf dem Knüllköpfchen rund um ihren Grill gemütlich. Fotos:  Rose

Schwarzenborn. Minus zehn Grad zeigte das Thermometer am Samstagmorgen auf dem Knüllköpfchen an. „Da musste man sich heute Nacht im Zelt doch ganz schön aneinander kuscheln“, sagten Ellen und Walter Freund. Das Ehepaar aus Niederaula organisierte am Wochenende das zehnte Wintertreffen des Motorradclubs „Hexenschuss“ rund um das Knüllcamp am Knüllköpfchen bei Schwarzenborn.

Viele Bekannte

Beide sind seit 1979 begeisterte Motorradfahrer. „Wir kennen mittlerweile fast jeden, der hierher kommt“, sagt Ellen Freund. Um die 150 Fahrer erwartete sie. Sechs Jahre lang trafen sich die Motorradfahrer im Januar zunächst auf dem Eisenberg. Zum vierten Mal war es nun der Knüll, der die Biker für zwei Nächte beherbergte. „Die Betreiber des Knüllcamps sind sehr tolerant. Wer nicht zelten will, kann dort auch ein Zimmer buchen“, erklärt Walter Freund.

Doch die Hartgesottenen ließen es sich nicht nehmen, ihre Zelte aufzubauen. „Die Leute, die auch im Winter Motorrad fahren, sind einfach anders. Da wird nicht viel Wert auf poliertes Blech gelegt“, ist Ellen Freunds Erfahrung.

Überwiegend Motorradfahrer aus der Region kamen auf das Knüllköpfchen. Was das Ehepaar Freund allerdings schade findet ist, dass kaum junge Motorradfahrer nach kommen: „Die fahren lieber Auto, Motorrad mal im Sommer zur nächsten Eisdiele.“ Den eigenen Sohn haben sie allerdings angesteckt: Kein Wunder, Freunds sammeln Zweiräder. 13 Schätze und ein Moped stehen in der Garage.

Das Treffen in Schwarzenborn zu organisieren, ist beiden eine echte Herzensangelegenheit – und das spürten am Wochenende sowohl Fahrer als auch Gäste. Am Samstagabend wurde bei Live-Musik noch ordentlich gegen die Kälte gefeiert – mit der Nachwuchsband „Black Coffee“.

Von Sandra Rose

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