Bürgermeisterkandidat stellt Ziele vor

Bayer will Stopp des Bauprogramms

Sascha Bayer

Niederaula. Sascha Bayer aus Burghaun, der bei der Bürgermeisterwahl in Niederaula am 28. September als parteiloser Kandidat antritt, will das umfangreiche Straßenbau- und Kanalsanierungsprogramm in der Marktgemeinde stoppen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, in der Bayer sein Wahlprogramm vorstellt.

Wenn die Planungen unverändert umgesetzt würden, sei Niederaula bald mit 30 Millionen Euro verschuldet, schreibt Bayer. Gemeinsam mit allen Fraktionen solle nach Wegen aus der Schuldenspirale gesucht werden.

Als Bürgermeister wolle er dieses Bauprogramm nicht um jeden Preis durchpeitschen, sondern zunächst stoppen. Danach sei es wichtig, den Sanierungsbedarf der Kanäle durch ein unabhängiges Unternehmen erneut beurteilen zu lassen. Bayer kritisiert, dass die jetzt für die Gemeinde Niederaula tätigen Planungsbüros 11 Prozent der Bausumme als Honorar erhielten.

Inzwischen gebe es günstigere und qualitativ mindestens gleichwertige Techniken, als die in Niederaula überwiegend eingesetzten, betont der Bürgermeisterkandidat. Weiterhin sei der Vergangenheit versäumt worden, in den sanierungsbedürftigen Kindergarten im Kirchweg zu investieren. Stattdessen sei eine Kinderkrippe gebaut worden, deren Baukosten Bayer mit 500 000 Euro beziffert. Diese biete im Endeffekt nur sechs Kindern mehr Platz. Die Gemeinde hatte beim ersten Spatenstich eine Bausumme von 275 000 Euro genannt. Bayer will im Falle einer Wahl bei solchen und anderen Projekten über die Parteigrenzen hinweg zusammenarbeiten und die Betroffenen bereits zu einem frühen Planungszeitpunkt mit einbinden. Neue Wege will der Bewerber bei der Bürgerbeteiligung gehen. Die Hessische Gemeindeordnung sehe dafür verschiedene Möglichkeiten, etwa den Einsatz von Kommissionen, vor.

Im Falle seiner Wahl wolle er die Kinderbetreuung in Niederaula ausbauen, schreibt Bayer. Betreuung solle dabei bezahlbar bleiben. Die aktuellen Kindergartengebühren in Niederaula seien bereits jetzt schon sehr hoch und sollen sogar noch weiter steigen. Planungen, die Vereinsförderung zu kürzen, halte er für falsch, so Bayer. (red/jce)

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