Breitenbachs Bürgermeister Volker Jaritz stellt Finanzplanung für 2015 vor

Ausgleich wäre möglich

Breitenbach/H. Auch im kommenden Jahr wird die Gemeinde Breitenbach keinen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Bürgermeister Volker Jaritz, der den Entwurf am Mittwochabend während der Sitzung der Gemeindevertretung vorstellte, ist dennoch überzeugt, dass die Gemeinde weiterhin auf einem sicheren Konsolidierungskurs ist.

Im Ergebnishaushalt stehen Einnahmen in Höhe von 3,07 Millionen Ausgaben von 3,11 Millionen gegenüber. Das ergibt einen Fehlbetrag von rund 40 980 Euro, der im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Darin sind laut Jaritz bereits das Zinsaufkommen von 130 000 Euro sowie 190 000 Euro Defizit aus der Kinderbetreuung berücksichtigt. Theoretisch wäre der Ausgleich schon im kommenden Jahr möglich, verdeutlichte der Bürgermeister: Wenn der Klärschlamm ein Jahr länger in den Becken der Kläranlage belassen würde, könnte die Gemeinde sogar einen Überschuss von 10 000 Euro erwirtschaften. Denn die für 2015 ins Auge gefasste Entsorgung erhöht die Sach- und Dienstleistungskosten im Vergleich zum Vorjahr um 50 000 Euro.

Gebühren kostendeckend

Da die Gemeinde bei Wasser-, Abwasser und Friedhofsgebühren bereits kostendeckend arbeite, rechnet Jaritz auch in den kommenden Jahren mit stabilen Gebühren. Auch eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer sieht der Entwurf nicht vor. Allerdings sorgt sich der Bürgermeister, ob die Kommunalaufsicht der defizitären Kinderbetreuung ihren Segen gibt.

Insgesamt sieht das Zahlenwerk Investitionen von 235 600 Euro vor. Begonnene Projekte wie die energetische Sanierung des Waschhauses am Silbersee, die Erneuerung der Wasserversorgung in Breitenbach, der Neubau des Feuerwehrhauses Gehau sowie mehrere Straßensanierungen sollen nach dem Willen des Bürgermeisters durch den Gemeindebauhof noch abgearbeitet, jedoch keine weiteren Baustellen begonnen werden. Nicht davon betroffen sind Aufträge an externe Firmen, etwa die Sanierung des Tiefbrunnens Machtlos, die Dachsanierung und der Bau einer Photovoltaikanlage auf der Gemeindeverwaltung sowie die Phosphatreduzierung in der Kläranlage, die das Gemeindeparlament allerdings abgelehnt hat (Artikel links).

Der Haushaltsentwurf sieht vor, dass die Gemeinde im kommenden Jahr 135 000 Euro Schulden tilgt. Zum Jahresende würde der Schuldenstand der Herzberggemeinde etwa vier Millionen Euro betragen.

Am Ende seiner Haushaltsrede formulierte Jaritz die vage Hoffnung, dass die Neugestaltung des kommunalen Finanzausgleiches im Jahr 2016 Linderung bringen könnte: 31 000 Euro würden der Herzberggemeinde nach aktuellen Berechnungen zufließen. Artikel links

Von Jan-Christoph Eisenberg

Kommentare