Appell ins Rheinland wegen der Gibgeskuppe

Windkraft: Offener Brief aus Breitenbach

So könnte es aussehen: Die Fotomontage, die im Auftrag von Kritikern des Projekts erstellt wurde, zeigt Windkraftanlagen auf der Gibgeskuppe und im Vordergrund den Gibgeshof. Montage: Landgraf/nh

Breitenbach/H. Der mögliche Bau eines Windparks auf der Gibgeskuppe bei Breitenbach/H. beschäftigt nicht nur die Kommunalpolitik in der Herzberggemeinde, sondern auch in Düsseldorf.

Die Grünwerke Düsseldorf, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke, hat im Februar einen Genehmigungsantrag für drei Windräder eingereicht. In der vergangenen Woche hat der Rat der Stadt Düsseldorf in nichtöffentlicher Sitzung den städtischen Vertretern in den Gremien der Grünwerke die Genehmigung erteilt, der Gründung einer Projektgesellschaft für Breitenbacher Windpark zuzustimmen. Das teilte ein Stadt-Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung mit. Auch in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ist das Bauvorhaben nicht unumstritten. Die Ratsgruppe „Tierschutzpartei/Freie Wähler Düsseldorf“ hatte im Vorfeld Bedenken geäußert.

Die Bürgergemeinschaft gegen Windräder auf der Gibgeskuppe, die sich gegen die Pläne engagiert, hat sich inzwischen in einem offenen Brief an die Entscheidungsgremien in Düsseldorf und Hessen gewandt. Das öffentliche Verfahren befinde sich in der Vollständigkeitsprüfung, heißt es in dem von Arne Vetter, Christine Liebich und Dr. Rolf Bothe unterzeichneten Brief. Demnach müssten der Gemeinde und den zuständigen Fachbehörden die Anträge inklusive der erforderlichen Gutachten vorliegen, so die Unterzeichner weiter. Die Vertreter der Bürgergemeinschaft appellieren an Volksvertreter, Behörden und den Düsseldorfer Rat, die Unterlagen genauestens zu prüfen.

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