The Glory Gospel Singers in Niederaula

Amazing Grace sorgt für Gänsehaut

Sie begeisterten am Freitagabend mit ihrem stimmgewaltigen und engagierten Konzert in der Evangelischen Kirche in Niederaula, „The Glory Gospel Singers“ (von links) Yvette Rogers, Brian Wright, Terelle Tipfen, Andre Passis, Phyliss McKoy-Joubert und David McKoy am Piano. Foto Löwenberger

Niederaula. Singend, tanzend, hüpfend und winkend ziehen sie ein in die evangelische Kirche in Niederaula, die sechs Protagonisten der Glory Gospel Singers, die Pfarrer Werner Ewald kurz zuvor in seiner kleinen Begrüßungsrede als „Kirchenchor aus New York“ begrüßt hat.

Das eigentliche Konzert beginnt dann mit „Kumbaya my Lord“ erst einmal ganz sanft, ganz leise und hoch melodisch.

Mitklatschen erlaubt

Mit „I will follow Him“ schlagen Andre Passis, Terelle Tipfen, Brian Wright, Yvette Rogers, Phyliss McKoy-Joubert und David McKoy am Piano dann aber deutlich lautere und rhythmischere Töne an und bei „Oh when the Saints“ und „Down bei the Riverside“ darf mitgeklatscht und mitgesungen werden.

Zwischendurch holt sich das Vokalensemble der Spitzenklasse für ein paar La-la-las Unterstützung aus dem Besucherkreis und mit ihrem Song über die Liebe zu Niederaula und die Relationships via Facebook und Twitter nehmen sie sich selbst ein wenig auf die Schippe, nicht ohne dabei ihre stimmlichen Qualitäten eindrucksvoll zu demonstrieren.

Rund 100 Besucher

Leider hatten nur etwas mehr als 100 Besucher den Weg in die evangelische Kirche gefunden, die aber waren begeistert von den klaren Stimmen, den oft mit Inbrunst und großer Ehrlichkeit, mit sichtlichem Spaß und stimmlicher Präzision vorgetragenen Gospels und Spirituals.

Die „Glory Gospel Singers“ sind Teil der 70-köpfigen New Yorker „WWRL Community Chorale“. Deren Leiterin und Gründerin Phyllis McKoy Joubert stellt für jede Tournee eine neue Besetzung zusammen.

In Niederaula ist sie selbst mit dabei. Als sie in ihrem Solo „Amazing Grace“ intoniert, da ist es mucksmäuschenstill in der Kirche und nachdem der letzte Ton verklungen ist, da vergessen die faszinierten Zuhörer fast zu applaudieren.

Von Bernd Löwenberger

Kommentare