Wahlanalyse: Von Platz 31 auf 14 vorgewählt

Altbürgermeister Helmut Opfer überrascht bei Gemeindewahl in Niederaula

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Niederaula. Keine Fraktion mit absoluter Mehrheit, die erstmals angetretene Bürgerliste als zweitstärkste Kraft – in der künftigen Niederaulaer Gemeindepolitik hat die Kommunalwahl für einige Veränderungen gesorgt.

Die SPD hat künftig 14 Sitze, die Bürgerliste elf, die CDU fünf und die Grünen entsenden künftig nur noch einen Vertreter. Die größte Überraschung ist dem langjährigen Niederaulaer Bürgermeister Helmut Opfer gelungen. Opfer war auf Platz 31 der SPD-Liste angetreten und stand damit unten auf dem Stimmzettel. Durch kumulierte Wählerstimmen rückte vor auf Platz 14 und schafft damit den Einzug ins Parlament.

Er habe zwar damit gerechnet, dass er beim Ergebnis nicht auf Rang 31 bleibe – ein so deutlicher Sprung nach vorne sei für ihn dann aber doch eine positive Überraschung gewesen, sagte der ehemalige Rathauschef gegenüber unserer Zeitung. Das gute Ergebnis erklärt Helmut Opfer sich mit einem gewissen Bekanntheitsgrad durch sein früheres Amt. Ob er sein Mandat antritt, wolle er nach einem Gespräch mit seinen Parteikollegen entscheiden. „Das hängt sicherlich auch davon ab, welche Aufgaben ich auf übernehmen soll“, sagt Opfer, der auch den Einzug in den Kreistag geschafft hat.

Durch Kumulieren und Panaschieren haben die Wähler auf den Kandidatenlisten aller Parteien für Veränderungen gesorgt. Bei der CDU steht Robert-Helge Patry (Listenplatz 3) an erster Stelle, gefolgt von Spitzenkandidat Rolf Müller. Die SPD wird von den Spitzenkandidaten Walter Freund, Matthias Engel und Petra Wiesenberg angeführt. Auf Rang vier und fünf sind Benjamin Patzelt (Listenplatz 11) uns Gerda Stock (Listenplatz 10) vorgerückt.

Für die Grünen zieht Wolfgang Köhler (Listenplatz zwei) in die Gemeindevertretung ein.

Bei der erstmals angetretenen Bürgerliste erhielt Spitzenkandidat Gerhard Eckstein die meisten Stimmen. Auf den zweiten und dritten Platz sind Dr. Susanne Schuster (Listenplatz 10) und Christoph Leipold (Listenplatz 8) vorgerückt. Ein deutlicher Sprung gelingt auch Helmut Trebing aus dem Kernort. Der Pensionär rutscht von Listenplatz 22 vor auf Position 11 – und damit auf einen Sitz im Parlament. Veränderungen sind allerdings noch möglich, falls Gewählte ihr Mandat nicht annehmen – beispielsweise, um in den Gemeindevorstand zu rücken.

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