Jugendliche des Projekts „RespekTiere!“ informierten sich über verschiedene Vierbeiner

Mit Alpakas in den Wald

Der Waldspaziergang mit Alpakas war für die Jugendlichen ein besonderes Erlebnis. Foto: nh

Niederaula. Gar nicht so einfach, ein Alpaka an einem Halfter einen Waldweg entlang zu führen. Diese Erfahrung machten jetzt Jugendliche des Projektes „RespekTiere!“ mit Jugendpflegerin Lydia Wagner von der Ortsjugendpflege Niederaula, als sie die Familie Krüger in Philippsthal besuchten, um etwas über Therapiearbeit mit Alpakas zu erfahren.

Dass diese Tiere immer noch Wildtiere sind und daher nicht so leicht steuerbar sind, war eine wichtige Erkenntnis dabei – aber auch, dass Alpakas viel authentischer dem Menschen gegenüber sind und gerade autistischen oder depressiven Kindern behutsames Sich öffnen ermöglichen. Nach einer einführenden Gesprächsrunde ging es mit den Tieren in den Wald, und einige Male zog es die Führer samt Tiere quer durch die Büsche oder die Alpakas blieben mitten auf dem Weg stehen und wälzten sich genüsslich auf dem sandigen Boden.

Hunde als Herausforderung

Eine ganz andere Erfahrung machten die Jugendlichen, die einen Tag später im Tierheim Alsfeld hospitierten. Sie durften Hunde des Tierheims in der Hundeschule einen Agility-Parcours entlang führen. Da ging es über eine Wippe, auf ein Podest und im Slalom um Stäbe herum. Doch zum Sprung durch einen Reifen ließen sich fast alle Hunde auch nicht mit Leckerlies überlisten. Dass jeder Hund eigen ist und mancher noch nicht gut auf Kommandos hört, war für die Jugendlichen eine Herausforderung. Trotzdem schlossen sie die Vierbeiner schließlich richtig ins Herz.

Über die aktive Arbeit der Tierschutz-AG und der Initiative „Schüler für Tiere“ konnten sie in einer Begegnungsrunde viel erfahren. Deren Mitglieder waren sogar schon mit dem längsten Petitionsbrief gegen die Streunertötungspolitik Rumäniens bis ins Europa Parlament aktiv. Hunde zu töten statt zu kastrieren könne auf Dauer keine Lösung für die Straßenhundeproblematik sein, wurde im Gespräch bald deutlich.

Suche nach der Fleischwurst

Wofür sich Hunde dagegen besonders eignen, konnten die Teilnehmer des Projekts „RespekTiere!“ während der Vorführungen der Rettungshundestaffel Hessen-Ost beobachten. Bei derem zehnjährigen Jubiläumsfest zum Tag der offenen Tür im Tierheim Fulda zeigten die Staffelführer, wie Hunde ausgebildet werden, um in jeglichem Gelände vermisste Personen zu suchen. Dazu bot der Vater einer Jugendlichen sogar an, sich mit einer Fleischwurst im Wald zu verstecken. Auf die klaren Kommandos hin zog der Suchhund schnüffelnd los und machte den „Vermissten“ zügig ausfindig. Zum Abschluss erfuhren die Jugendlichen noch, wie wichtig dieses freiwillige Engagement auch zur Unterstützung von Polizei und Feuerwehr bei Noteinsätzen ist. (red/nm)

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