Kreisaltenheim in Niederaula hat drei Aufenthaltsbereiche komplett umgebaut

Den Alltag mitgestalten

Mehr Licht und mehr Möglichkeiten: Das Kreisaltenheim Niederaula hat drei Aufenthaltsbereiche umgestaltet. Die Bewohner sollen künftig verstärkt ins Alltagsgeschehen eingebunden werden. Foto: nh

Niederaula. Neue Wege beschreitet das Kreisaltenheim in Niederaula bei der Betreuung und Pflege älterer Menschen: In einer mehrmonatigen Umbauphase wurden drei Wohnbereiche der Pflegeeinrichtung komplett neu gestaltet.

„Das Ziel ist es, den Bewohnern mehr Raum und Möglichkeiten des Mitgestaltens und der Begegnung anzubieten und sie aktiver am Alltagsgeschehen zu beteiligen“, so Geschäftsführer Berthold Diebel. Dazu wurden in den vergangenen vier Monaten drei Aufenthaltsbereiche komplett entkernt, Wände entfernt, neue, größere Fenster eingebaut und jeder der drei Bereiche mit einer Wohnküche ausgestattet.

Verbunden mit der räumlichen Umgestaltung ist auch eine Weiterentwicklung bei Betreuung und Hauswirtschaft. Zukünftig sollen in allen Wohnbereichen des Kreisaltenheimes von morgens bis abends Präsenzkräfte tätig sein, die den Tag gemeinsam mit den Bewohnern gestalten.

Gymnastik und Training

„Wer möchte den Frühstückstisch eindecken, wer hat Lust einen Kuchen zu backen, wer möchte an der Zeitungsrunde teilnehmen oder lieber an der Seniorengymnastik oder dem Gedächtnistraining?“ erläutert Diebel die Angebote der Tagesgestaltung.

Im Vordergund stehe dabei nicht das Ergebnis, sondern die Teilnahme am Tagesgeschehen. Auch nicht mehr mobile Bewohner oder Demenzerkrankte werden entsprechend ihrer Wünsche und Fähigkeiten in den Tagesablauf mit einbezogen, ohne sie dabei zu überfordern.

„Das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Bewohnerinnen und Bewohner weiter zu steigern und deren Selbständigkeit weiter zu fördern, zu stärken oder zu erhalten“, formuliert Heimleiter Armin Tränker seine Erwartungen.

Unterstützt werden die Präsenzkräfte und Pflegekräfte mit gezielten Angeboten von Mitarbeiterinnen der Ergotherapie, Ehrenamtlichen und vielen Angehörigen.

Während es bisher üblich war, dass die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner über ein Tablett-System mit Speisen und Getränken versorgt wurden, sollen die Mahlzeiten künftig im Familientischsystem serviert werden. Das führe zu einer deutlich verbesserten Kommunikation unter den Bewohnern und fördere deren Appetit.

Speiseauswahl verbessert

Die Auswahlmöglichkeiten bei Speisen und Getränken seien verbessert worden und für den kleinen Hunger zwischendurch stünden immer Snacks und Obst bereit.

Servicekräfte der hauseigenen Großküche sollen das Mittagessen in den Wohnbereichen begleiten und unterstützen. So werde ein kurzer Weg für Lob und Kritik gewährleistet. (red/jce)

Kommentare