Touristik Service von 17 Kommunen vor Zusammenschluss – 100 000 Euro Fördergeld

Alle unter einem Träger

Kirchheim. „Es wird ein spannendes Jahr für uns“, sagte Heidrun Englisch, Geschäftsführerin des Tourismusservice Rotkäppchenland am Montag. Der Zusammenschluss von 17 Städten und Gemeinden aus vier Landkreisen in den interkommunalen Touristikservice Rotkäppchenland steht bevor. Unterstützung dafür kam jetzt von der hessischen Landesregierung. Werner Koch, Staatssekretär im hessischen Ministerium des Inneren, überreichte einen Fördergeldbescheid in Höhe von 100 000 Euro an den Kirchheimer Bürgermeister Manfred Koch, der auch Vorstandsmitglied des Rotkäppchenlandes ist.

Bisher verwalten die 17 Mitgliedskommunen des 2008 gegründeten Rotkäppchenlandes ihren Touristik Service nicht einheitlich. Während dieser in einigen Städten oder Gemeinden durch Vereine geregelt wird, ist er andernorts an die Kommunalverwaltung angeschlossen. Der Zusammenschluss unter einer Trägerschaft soll für Einheitlichkeit sorgen. „Büros sollen dabei aber nicht geschlossen werden“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Rotkäppchenlandes, Karl-Heinz Vestweber.

Vielmehr sollen die bisherigen Stellen des Personals umgewandelt werden, mit gleichgestellter sozialer Absicherung und Besoldung. „Wir wollen niemanden bevorzugen oder benachteiligen“, sagte Vestweber. Bekannt wurde aber auch, dass die Touristik Service Kirchheim GmbH zum 31. Dezember aufgelöst wird. Inwiefern das Kirchheimer Personal im Zuge des Zusammenschlusses neu integriert wird, soll sich laut Manfred Koch im Laufe des Jahres zeigen. Um seine Stelle müsse aber keiner der Angestellten bangen. Wie die Umstrukturierung funktionieren kann, soll ein Gutachten zeigen, dass von den Fördergeldern finanziert wird.

Einheitliche Gästemappe

Ein Teil der Zuwendungen wird zudem in eine Gästemappe fließen, die in allen Übernachtungsbetrieben, die Mitglied im Rotkäppchenland sind, ausliegen soll. Ziel ist, Touristen umfassend über die Angebote der Region informieren zu können.

Schild an der Autobahn

Staatssekretär Werner Koch brachte zur Übergabe noch eine weitere Anregung mit. Ehrlich gab er zu, bisher noch nie vom Rotkäppchenland gehört zu haben. Ein Schild an der Autobahn würde sicher helfen, den Namen der Kulturregion zu verbreiten. Den Vorschlag nahmen die Verantwortlichen gerne auf. Ausnahmsweise seien in diesem Fall nicht die Finanzen, sondern die entsprechenden Genehmigungen die Schwierigkeit. Dafür hoffen sie nun auf weitere Unterstützung vom Land.

Von lasse Deppe

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