Im Kindergarten „Sonnenschein“ in Hausen entstehen neue Spiellandschaften

Alle packen mit an

Bernd Gumpfer und Wolfgang Spinnler von der Firma Raumholz arbeiten gemeinsam mit Kindergartenleiterin Marion Roth und Betreuerin Heike Heinisch (von links) an einer der beiden Spiellandschaften im Hausener Kindergarten „Sonnenschein“. Foto: Löwenberger

Hausen. Eine Art Großbaustelle ist zurzeit der gemeindliche Kindergarten „Sonnenschein“ im Oberaulaer Ortsteil Hausen. Im Rahmen der Erweiterung für die Gruppe der unter Dreijährigen wird hier fleißig um- und angebaut.

Hausener packen mit an

Bei der Planung stießen die Verantwortlichen auf die Firma Raumholz aus Immenhausen. Was sie bei dem Spezialisten für die Gestaltung von Kindergrippen und Tagesstätten sahen, gefiel den Hausenern – bis auf den Preis. Aber eine Lösung zeichnete sich ab: Der Kindergartengestalter bietet ein so genanntes Mitbauprojekt an. Dabei können innerhalb eines festgelegten Zeitraums bis zu acht Helfer pro Tag nicht nur mit arbeiten, sie dürfen und sollen sogar mit gestalten.

Also startete Kindergartenleiterin Marion Roth ihren persönlichen Telefonmarathon. Was dann geschah, war typisch Hausen. Eltern, Großeltern, Freunde und Verwandte, die Bediensteten des Kindergartens und deren Ehepartner, der Elternbeirat und sogar die Patenschaftskompanie aus Schwarzenborn boten ihre Hilfe an. Insgesamt kamen so 80 freiwillige Helfer zusammen, die in wenigen Tagen rund 750 Stunden ehrenamtliche Arbeit für den Nachwuchs leisteten.

Lob von allen Seiten

„Eine ganz, ganz tolle Aktion“, lobte Bürgermeister Klaus Wagner, „wir haben so mehrere tausend Euro gespart.“ Außerdem habe das Kindergarten-Team den Erlös aus dem Kartoffelfest mit eingebracht und die Annette-Hellwig-Stiftung habe signalisiert zu helfen, falls das Geld am Ende doch nicht ganz reicht.

So wurden also jetzt pädagogisch durchdachte, funktionale und abwechslungsreiche Spiellandschaften in den Räumen gebaut, deren Anblick positiv überrascht.

Auch die 40 Kinder, die derzeit in zwei Räumen untergebracht sind, kommen täglich zum Gucken und brennen darauf, die aufregenden Landschaften endlich auszuprobieren. Voraussichtlich werden sie damit aber wohl noch bis in den November hinein warten müssen.

Von Bernd Löwenberger

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