Bürgermeister nennt Kosten für Anlieger

6000 Euro Beitrag im Durchschnitt

Niederaula. Mit 6000 Euro pro Wohngrundstück sind die Anlieger der in Niederaula sanierten Straßen über die Straßenbeitragssatzung durchschnittlich veranlagt worden. Das berichtete Bürgermeister Thomas Rohrbach während der Bürgerinformationsveranstaltungen in den einzelnen Ortsteilen.

Das sei noch nicht einmal ein Drittel der in den Medien durch den Verein Bürger für Niederaula verbreiteten selbst konstruierten Durchschnittszahlen, heißt es in einer Pressemitteilung. Rohrbach merkt zudem an, dass die anlässlich der ersten Anliegerversammlungen geschätzten Veranlagungsbeiträge in einer Vielzahl der Fälle eingehalten, und teilweise sogar unterschritten würden. Bei seinen Ausführungen zum Thema Straßenbeitragssatzung ging Rohrbach laut Pressemitteilung insbesondere mit den von Mitgliedern des Vereins Bürger für Niederaula über den Hessischen Rundfunk verbreiten Zahlen ins Gericht und zeigte anhand von 14 veranlagten oder kurz vor der Veranlagung stehenden Straßen auf, dass die vom Verein prognostizierten Durchschnittszahlen von 20 000 Euro mit Durchschnittswerten von 425 bis 11 610 Euro im Schnitt je Straße doch teilweise sehr deutlich unterschritten werden. Zur Haushaltslage führte der Bürgermeister aus, dass im Jahre 2015 ein ausgeglichener Haushalt eingebracht werden konnte, dies aber in 2016 aufgrund reduzierter Schlüsselzuweisungen in Höhe von 730 000 Euro nicht gelingen werde und mit einem Defizit von 350 000 Euro zu rechnen sei. Auch wies Rohrbach darauf hin, dass ein konsequenter Schuldenabbau nicht ohne Beiträge möglich sei. An einer verträglichen Lösung für Eigentümer und Nutzer werde insbesondere im Bereich Kanal und Wasser derzeit gearbeitet.

Tennet im Auge behalten

Bei einen Koalitionstreffen im Juli haben die Vorsitzenden der Regierungsparteien im Bundestag beschlossen, vorrangig die Erdkabeltechnologie gegenüber der Freileitung einzusetzen. Dies bedeute laut Aussage der Firma Tennet, dass eine Umplanung bei der Suche nach den möglichen Trassenkorridoren für den Suedlink nötig sei. Rohrbach mahnte jedoch, den Prozess sehr wohl weiterzuverfolgen und sich nicht in Sicherheit zu wiegen. (red/jce)

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