Origineller Upcycling-Pfingstmarkt auf Schloss Neuenstein

Was hätte besser zu dem Upcycling-Pfingstmarkt auf Schloss Neuenstein gepasst als die Grooveonkels, die mit Mülltonnen und anderem „Abfall“ die Besucher mit heißen Rhythmen in Stimmung brachten. Foto: Löwenberger

Neuenstein. Halsketten, Armreifen und Broschen aus alten Knöpfen, Fingerringe aus Spraydosen, Notizblöcke aus nicht mehr brauchbaren Disketten, Schlüsselanhänger aus Kronkorken, Mützen und Hüte aus Kaffeesäcken, Geldbeutel aus Tetrapacks oder alten Zeitungen, Schüsseln aus Schallplatten, Designerklamotten aus alten Kleidungsstücken, Handtaschen aus Fahrradschläuchen, Briefumschläge aus Landkarten und, und, und …

Das und vieles mehr gab es am Wochenende auf dem ersten Upcycling-Pfingstmarkt auf Schloss Neuenstein, zu dem der Bürgerverein Schloss Neuenstein eingeladen hatte, zu sehen, zu bewundern und zu kaufen. Upcycling das bedeutet so viel wie aus alten, nutzlosen oder nicht mehr brauchbaren Sachen Dinge zu erstellen, die am Ende in der Regel mehr wert sind als das Ausgangsprodukt.

Positive Resonanz

Die Idee zu dem Markt der besonderen Art hatte der Vorsitzende Stefan Schmidt, und der erntete ausnahmslos positive Resonanz. Obwohl das Wetter nicht unbedingt zu einem Pfingstausflug einlud, waren Schlosshof und Ausstellungsräume am Sonntagnachmittag prall gefüllt, und wenn draußen mal wieder ein Regen- oder Graupelschauer niederging, wurde es im Inneren umso enger.

Zwischendurch sorgten der Gospelchor Raboldshausen, die Damen von Blau-Weiß und die Grooveonkels für Entspannung, es gab Kaffee und Kuchen, regionale Speisen aus dem Food-Truck und bunte Cocktails an der Bar zur Musik von DJ Heiko.

Wer allerdings geglaubt hatte, tolle Schnäppchen zu „Schrottpreisen“ zu ergattern, der sah sich wohl einigermaßen enttäuscht. Die Hersteller und Künstler ließen sich ihren Ideenreichtum und ihre Fingerfertigkeiten durchaus angemessen honorieren, und wenn die Materialkosten für die Handtasche aus Fahrradschläuchen auch gegen Null gehen mögen, musste man für manches der Unikate schon mal um die 100 Euro hinblättern.

Auf Grund des großen Besucherzuspruchs und des durchweg positiven Feedbacks zog Schmidt bereits am Sonntagabend ein erstes Resümee: Im nächsten Jahr wird der Upcycling-Markt wieder auf dem Schloss stattfinden und wahrscheinlich wird er sogar ein fester Bestandteil im Neuensteiner Veranstaltungskalender werden.

Von Bernd Löwenberger

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