Ende einer Ausflugsfahrt

Polizei legt schrottreifen Reisebus auf der A7 still

Bad Hersfeld. Die Polizei hat am Donnerstag gegen Mittag auf der A7 zwischen Homberg und Bad Hersfeld einen schrottreifen Reisebus aus dem Verkehr gezogen. Das Fahrzeug hatte erhebliche technische Mängel.

Die Fahrgäste der Reisegesellschaft hatten sich zunächst über die eigenartige Route des Busses gewundert. Denn statt zum Edersee ging es von Homberg/Efze aus nach Remsfeld. Noch dachte man, der Bus würde dort weitere Fahrgäste aufnehmen, denn es waren noch acht Plätze im Bus frei. Als es dann aber in Richtung Süden auf die Autobahn ging und der Busfahrer das Reiseziel Obersuhl nannte, da war auch dem letzten Teilnehmer der Fahrt klar, dass er wohl „verschaukelt“ werden sollte.

Für den Fahrer des Reisebusses folgte die Strafe auf den Fuß. Gleich am ersten Anstieg zum Pommer, dem an dieser Stelle höchsten Bereich der A7, zeigte der Bus, der schon äußerlich keinen guten Eindruck machte und der, wie Fahrgäste aussagten „rumpelte wie ein Skateboard“, erste Schwächen.

Der Bus wurde immer langsamer und der Fahrer musste immer weiter hinunterschalten, um in Bewegung zu bleiben. Schließlich stieg im und am Bus Qualm auf und der Bus blieb quer auf der rechten Fahrbahn stehen. Erst nach lautstarken Protesten der Fahrgäste öffnete der Busfahrer die Türen und ließ die Fahrgäste auf den Stand- und Grünstreifen aussteigen.

Die Feuerwehr aus Homberg Efze rückte an und mehrere Rettungswagen mussten sich um die meist älteren Fahrgäste kümmern. Eine Streife der Autobahnpolizei nahm den Bus ganz genau „unter die Lupe“ und stellte fest, dass der Bus bereits im September 2015 erhebliche Mängel aufwies, die beseitigt werden sollten, es aber immer noch nicht waren.

Unter Anderem war damals die Motorenhalterung angerostet, mittlerweile war sie durchgebrochen und der Motor hing frei. Auch verlor der Motor nicht unerhebliche Mengen Öl, welches sich unter dem Bus langsam ausbreitete. Genug für Polizei Oberkommissar Schenk, den Bus endgültig aus dem Verkehr zu ziehen. „Der darf nur noch mit einem Abschlepper weiter fahren“, so Schenk und händigte dem Fahrer, der auch der Halter des Busses war, die Fahrzeugpapiere nicht mehr aus.

Ihn erwartet nun ein nicht unerhebliches Bußgeld. Auch für Helmut Schmiedl und seine Frau aus Homberg Efze war die Kaffeefahrt hier zu Ende. „Als der Bus auf die Autobahn Richtung Süden fuhr, wussten wir, das man uns vera.... hat. Ich habe meine Tochter angerufen, die holt uns am Parkplatz Pommer ab“. Für die übrigen Fahrgäste ging die Fahrt erst einmal in einem Ersatzbus weiter. Ob aber zum Ziel der Fahrt nach Obersuhl, wo eine Verkaufsveranstaltung statt Ederseefahrt auf sie wartete, oder nach Hause, konnte noch nicht gesagt werden. (YK)

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