Wanderung des Heimatvereins Gittersdorf

Immer an der Dorfgrenze entlang

Grenzwanderung des Heimatvereins Gittersdorf: Uwe Hohmann erzählte den Teilnehmern viel Wissenswertes. Foto: nh

Gittersdorf. Der Heimatverein Gittersdorf hatte seine Mitglieder und Interessierte zu seiner zweiten Grenzwanderung eingeladen. Bei bestem Wetter folgten dieser Einladung über 30 Wanderfreunde aller Altersklassen.

Gewandert wurde an den jetzigen und ehemaligen Grenzen der Gemarkung Gittersdorf. Getroffen hat man sich auf dem Dorfplatz. Unter der Leitung von Uwe Hohmann der viel Neues und teilweise nicht Bekanntes erzählte ging es über die Hählganser Strasse, die Strasse „Zum Steinbruch“ über den Höhenrücken „Katzenseite“ von dem man einen wunderschönen Blick auf das obere Geistal hat, bis zur Jagdhütte (ehemals Braun). Nach der Umrundung des Gemeindewaldes, gelangte man durch den „Hühnergrund“ zum heutigen „Stadtweg“ kurz vor Allmershausen.

Schöne Sicht auf die Heimat

An ausgewählten Plätzen, an denen die Teilnehmer etwas aus der Gittersdorfer Geschichte erfahren konnten oder wo es eine schöne Sicht auf die Heimat gab, machte die Gruppe Pause und berichtete sich untereinander aus den guten alten Zeiten, was man damals auch auf den Feldern so alles erlebt hatte und welches Stück Land wem gehörte und wer es dann auch später bewirtschaftete. Uwe Hohmann erzählte viel zum Thema Gemarkungsgrenzen, die in der Regel durch Grenzsteine festgelegt wurden, aber auch bis zum 17. Jahrhundert durch Grenzgräben oder Grenzbäume. Diese sollten natürlich in erster Linie eine Art Besitzzeichen sein, dienten aber auch der Besteuerung des Bodens (heute Grundsteuer).

Grenzen schaffen Orientierung aber Grenzen engen auch ein, wenn man sie nicht überschreiten darf sagte Hohmann.

Nach einer kurzen Rast an einer Getränkestation, ging man dann weiter bis zum „Waldhotel Glimmesmühle“, wo Gastwirt Wolf und sein Team die Gittersdorfer mit einem leckeren Mittagessen verwöhnte. (red/zac)

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