Begeisternder Blues auf Schloss Neuenstein

Blues auf Schloss Neuenstein: Terho Keskitapio (Gitarre), Christian Wübben (Schlagzeug), Larry Doc Watkins (Gesang), Hannu Raudaskoski (Bass) und Jörg Fennekold alias Eddi Kold (Gitarre). Foto: Landsiedel

Neuenstein. Satten, kernigen, elektrisierenden Blues, eine warme Sommernacht und kaltes Bier gab es am Freitagabend im Schloss Neuenstein bei Saasen.

Terho’s Blues Co. aus dem finnischen Rovaniemi und Eddi Kold aus Köln begeisterten im Schlosshof mit einem mitreißenden Mix aus Chicago-Standards wie „Mojo“ oder „Hoochie Coochie Man“, Soulsongs wie „Dock of the Bay“ und Blues-Rock Klassiker wie „Come together“ oder „Sympathie for the Devil“.

Ungebremste Spielfreude

Der aus Bad Hersfeld stammende Blues-Gitarrist Jörg Fennekold alias Eddie Kold hatte in Terho Keskitapio (Gitarre), Hannu Raudaskoski (Bass), Christian Wübben (Schlagzeug) und vor allem Larry „Doc“ Watkins aus den USA (Gesang) brillante Mitstreiter gefunden, die ihrer ungebremsten Spielfreude freien Lauf ließen. Eddi Kold verließ zwischendurch immer wieder die Bühne und suchte, weiter auf seiner Gitarre spielend, den Kontakt zu seinen Fans, imitierte den „Duck-Walk“ von Chuck Berry oder spielte seine Gitarre ganz im Stil von Jimi Hendrix hinter dem Rücken. Und Frontman Larry „Doc“ Watkins ist das, was man gemeinhin als Rampensau bezeichnet.

Wahnsinnsstimme

Der unüberhörbar von Muddy Waters und Howlin Wolf beeinflusste Sänger mit der Wahnsinnsstimme lieferte eine wilde und schweißtreibende Show, lief durchs Publikum und wer wollte, konnte mit ihm den Refrain ins Mikro schreien.

Kein Wunder, dass der Funke schnell auf die Zuhörer übersprang. Als Zugabe gab’s noch Jimi Hendrix „Hey Joe“ mit einem packenden Gitarrenduell zwischen Eddie und Terho. Ein toller Abend mit authentischen Musikern, der etwas mehr Zuschauer verdient hätte.

Ein Wiedersehen mit der Eddi-Kold-Band gibt es übrigens am 4. und 5. November zum 21. Hersfelder Bluesfestival im Buchcafé. (tl)

Kommentare