Kitas im Kreis Hersfeld-Rotenburg nehmen am Projekt „Frühe Chancen“ teil

Zusätzliche Fachkräfte

Die Friedloser Kita ist eine der 75 Krippen und Kindertagesstätten, die für das Projekt „Frühe Chancen- Integration und Sprache“ ausgewählt wurden. Foto: nh

Friedlos. Die Stärkung der kindlichen Sprache im pädagogischen Alltag ist das Anliegen des Bundesprojekts „Frühe Chancen - Sprache und Integration“. Der Kindergarten Friedlos nimmt seit April 2013 an diesem Projekt teil. Jedes Kind soll von Anfang an faire Chancen haben, Sprache zu lernen und damit eine wichtiges Grundelement zu Bildung und Lernen zu schaffen, erläutert Kindergartenleiterin Ingrid Dombrowski. Studien haben in den letzten Jahren wiederholt gezeigt, dass vor allem fehlende sprachliche Kompetenzen bei Kindern den weiteren Bildungsweg beeinträchtigen können.

Förderung erhalten

Bundesweit wurden knapp über 4000 Krippen und Kindertagesstätten ausgewählt, an diesem Projekt teilzunehmen und für die Dauer von zwei Jahren eine Förderung über das Bundesministerium für Familien, Frauen, Senioren und Jugend zu erhalten. Von den mehr als 75 Krippen und Kindertagestätten des Landkreises Hersfeld-Rotenburg erhalten fünf Standorte im Kreis diese Förderung. Neben Ludwigsau sind das Rotenburg, Alheim, Bebra und eine Kindertagesstätte in Bad Hersfeld.

Für die Kita bedeutet dies: Eine zusätzliche Fachkraft für 20 Stunden pro Woche. Diese Aufgabe übernimmt Kerstin Hoßfeld für die Kindertagesstätte Friedlos. Zusätzlich nehmen die Leitung Ingrid Dombrowski und Kerstin Hoßfeld noch an einer einjährigen Zusatzqualifizierung des Bundesministeriums teil. Mit dieser Zusatzqualifizierung können sie das gesamte Team zu den Inhalten des Projekts schulen.

Sprachförderung gestalten

Die Zusammenarbeit mit Eltern sei dabei auch ein ganz wichtiger Bestandteil, betont Dombrowski. Die Erzieherinnen möchten ihr Wissen teilen und an die Eltern weitergeben. Wissen, wie sie die Sprachförderung in der Kita gestalten und gemeinsam mit Eltern im Austausch stehen, wie im Alltag des Kindes Sprache integriert und umgesetzt werden kann.

Dazu gab es einen Elternabend mit dem Thema „Wie Sprache laufen lernt“. Der Abend wurde, nach Vorstellung des Projektes „Frühe Chancen - Sprache und Integration“, von zwei Logopädinnen aus Burghaun und Fulda weitermoderiert, die auch Weiterbildungen und Elternabende für alltagsintegrierte Sprachförderung anbieten.

Ulrike Geiger-Westphal und Christine Purrmann-Keil nahmen die Eltern mit zu einem spannenden und informativen Vortrag, den sie bei Interesse auch gerne nochmal wiederholen werden.

Das Projekt wird noch bis Ende des Jahres gefördert. (red/sla)

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