Ludwigsauer Parlament beschließt, neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen

Zuerst ist Ersrode dran

Friedlos. Einstimmig sprach sich die Ludwigsauer Gemeindevertretung bei ihrer jüngsten Sitzung dafür aus, dass zunächst im Ortsteil Ersrode ein neues Feuerwehrgerätehauses errichtet werden soll.

Angesichts einer Anfrage der Brandschutzaufsicht war zu entscheiden, ob zuerst im oberen Beisetal ein Neubau für Ersrode oder irgendwo zwischen Mecklar und Meckbach ein Neubau für die beiden im Fuldatal gelegenen Ortsteile errichtet werden soll. Da für Ersrode die Ersatzbeschaffung eines Fahrzeuges ansteht und da die augenblickliche Einstellsituation es nicht zulässt, dass das Land die Beschaffung des Fahrzeuges fördert, räumten SPD und CDU dem Ersröder Projekt größere Priorität ein. Insoweit nahmen sie zur Kenntnis, dass der Entwurf für ein neues Feuerwehrgerätehaus multifunktional angefertigt ist und damit für beide Neubaumaßnahmen Verwendung finden kann.

Kein Zusammenschluss

Mit der Entscheidung nicht in Zusammenhang steht die Tatsache, dass sich die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren Mecklar und Meckbach trotz gemeinsamer Übungen und Alarmierungen nicht freiwillig zu einer Einsatzgruppe zusammenschließen wollen. Wie Bürgermeister Thomas Baumann den Parlamentariern mitteilte, habe eine erneute gemeinsame Sitzung der aktiven Wehrkameraden – auch vor dem Hintergrund einer in Aussicht stehenden Landesförderung – nicht zu dem vom Gemeindevorstand erhofften Ergebnis geführt.

„An uns hat es nicht gelegen“, betonte der oberste Ludwigsauer Brandschützer auf Nachfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Rainer Koch, der den aus Feuerwehrkreisen schriftlich geäußerten Vorwurf aufgegriffen hatte, dass der Zusammenschluss mangels Unterstützung seitens des Gemeindevorstands und der Fraktionen gescheitert sei. Möglicherweise sei die Entscheidung zu sehr von den Feuerwehrvereinen beeinflusst worden, möglicherweise sei die Zeit auch noch nicht reif, mutmaßte Baumann, der den mit der Entscheidung einhergehenden Verlust von Landesmitteln bedauerte. Ausdrücklich betonte er, dass es „keine expliziten Forderungen“ seitens der Feuerwehren und „keine haushaltsrechtlich bindenden Optionen für die Zukunft“ seitens des Gemeindevorstands gegeben habe.

Rainer Koch sah die Grundproblematik ähnlich. Mit Entschiedenheit wies er den „einmaligen Vorwurf“ zurück, dass der Zusammenschluss an der SPD- oder der CDU-Fraktion gescheitert sei. Auch über die Wortwahl in dem ihm vorliegenden Schreiben zeigte er sich verwundert.

Von Wilfried Apel

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