Verein SMOG entwickelt „Cool and safe“, das Kinder vor Gefahrensituationen warnt

Weltweit einmaliges Projekt

Vier neue Vorstandsmitglieder präsentierte Vorsitzender Erwin Maisch (rechts) der SMOG-Versammlung. Sie wurden allesamt einstimmig bestätigt. Es sind dies der Bauunternehmer Gerhard Eurich aus Lauterbach, Wilfried Bätz aus Bad Hersfeld, der Geschäftsführer des Nordhessischen Verkehrsverbandes Wolfgang Dippel aus Bebra und der Lehrer und Mitarbeiter im Staatlichen Schulamt in Fulda, Clemens Groß (von links). Foto: nh

Neuenstein/Lauterbach. Eine umfangreiche Bilanz präsentierte der SMOG-Vorstand seinen Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung in Lauterbach. Mit dabei auch der Erste Polizeihauptkommissar Karl-Heinz Hofmann, der die Aktivitäten der Polizei innerhalb der SMOG-Konzeption aufzeigte. Danach durchliefen im Schuljahr 2011/12 an 56 Schulen in Osthessen in 144 Klassen insgesamt 3 036 Schüler das Antigewalttraining „Cool sein – cool bleiben“. An 15 Schulen wurden mit 19 Gruppen 437 Buslotsen ausgebildet.

Beeindruckend auch die Zahlen und Fakten, die SMOG-Geschäftsführerin Heide Aust vorstellte. Sie wies auf die große Anzahl von Seminaren in den verschiedenen Programm hin, auf die Mitarbeit in der Trainerausbildung im Hessischen Basketballverband oder das Projekt „Von der Straße ins Studio“ und zeigte auf, wie vielfältig und umfangreich SMOG arbeitet.

Ausgaben gestiegen

Wegen des enormen Engagements des Vereins in der Präventionsarbeit sind auch die Ausgaben für Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlich arbeitenden Kräfte und die Geschäftsstelle deutlich gestiegen. So wurden im Jahr 2012 allein für die deutlich mehr als 100 Seminare zu verschiedenen Themen mehr als 66 000 Euro ausgegeben, rechnete Aust vor.

Einen besonderen Gast konnte Erwin Maisch mit dem Vizepräsidenten der International Police Association (IPA), Deutsche Sektion, Hubert Vitt begrüßen, der eigens aus Viersen angereist war. Dies hatte seinen Grund in der Zusammenarbeit der IPA Deutschland und Luxemburg bei dem SMOG-Projekt „Cool and safe“, das Vorsitzender Erwin Maisch an diesem Abend präsentierte.

Gemeinsam mit der Firma mecom, Fulda, der Goethe Universität in Frankfurt und der IPA wurde mit finanzieller Unterstützung durch die Europäische Union, Rotary International und zahlreiche Rotary Clubs in Hessen sowie durch das Land Hessen, Jollydent und den Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen dieses bisher weltweit einmalige Projekt entwickelt, das ab dem 1. Juli weltweit in deutscher und französischer Sprache im Internet zur Verfügung steht.

Mit „Cool and safe“ lernen Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren interaktiv und kurzweilig mit verschiedenen Gefahrenlagen des Lebens besser fertig zu werden. Neben den Gefahren des Internet hilft das Programm den Kindern, Alltagsgefahren außer Haus und im sozialen Umfeld zu erkennen und richtig zu reagieren.

Neben Hessen, wo sich die Kultusministerin Nicola Beer persönlich bei SMOG über das Projekt informierte, prüfen derzeit verschiedene Bundesländer, ob „Cool and safe“ in das Schulprogramm übernommen werden soll. Neben der ehrenamtlichen Arbeit sind für das Projekt deutlich mehr als 400 000 Euro aufzubringen.

Mit kleinen Präsenten und viel Anerkennung wurden an diesem Abend vier Vorstandsmitglieder verabschiedet. Neben Reiner Birkel und Dr. Michael Imhof, die beide seit zehn Jahren als Gründungsmitglieder im Vorstand arbeiteten, waren dies Stefan Kunst und Felix Stabernack. (red/zac)

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