Jungen und Mädchen aus Friedlos lernten bei der Verkehrserziehung viel

Vorsicht, toter Winkel!

Lernten viel zum Thema „Toter Winkel“: Die Kinder des Kindergarten Friedlos gemeinsam mit Oliver Paul (Mitte links). Foto: Manns

LUDWIGSAU. Andre Oldenburg ist Erzieher im Kindergarten Friedlos und gleichzeitig Mitglied der Feuerwehr Bad Hersfeld. Zurzeit macht er den Lkw-Führerschein, damit er bald die großen Löschfahrzeuge fahren darf. Das passte gut zum Projekt Verkehrserziehung für die Vorschulkindergruppe.

Sein Fahrlehrer Oliver Paul brachte einen Fahrschul-Lkw der Firma Peter Reisen mit, der extra dafür kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, und stellte diesen auf dem Schulhof der Fuldatalschule ab. Schwerpunkt der Aktion war der sogenannte tote Winkel, der immer wieder zu schweren Unfällen mit Personenschaden führt, auch mit Kindern. Eine Klasse der Fuldatalschule nutzte ebenfalls die Gelegenheit, um sich zu informieren.

Oliver Paul markierte mit Flatterband den toten Winkel am Lkw und stellte zur besseren Demonstration eine Kindergruppe dort ab, ohne dass sie vom Fahrer wahrgenommen wurde. Die Kinder lernten, sich niemals vor oder hinter einem stehenden Lkw aufzuhalten. Der Lkw-Fahrer sieht Personen, die sich unmittelbar vor, neben oder hinter dem Fahrzeug befinden, nicht. Das wurde den angehenden Schülern von Oliver Paul und Andre Oldenburg eindrucksvoll demonstriert.

Nach der Schulung durfte dann jedes Kind einmal im Führerhaus Platz nehmen und am Lenkrad drehen. Interessierte Zuschauer bei dieser wichtigen Aktion waren Bürgermeister Thomas Baumann, die Kindergartenleiterin Ingrid Dombrowski und Schulleiterin Anne Blohm.

Zur Schulung gehörte auch das richtige Verhalten beim Überqueren der Straße auf dem Fußgängerüberweg oder an Bahnübergängen mit rotem Blinklicht und Halbschranken. Um das zu üben, gingen die Kinder der Vorschulgruppe mit Warnwesten bekleidet zur B 27 an den mit einer Ampel gesicherten Fußgängerüberweg. Nach dem Drücken des Signalknopfes heißt es: warten, bis die Ampel grün für die Fußgänger zeigt. Nicht gleich losgehen, sondern zur Sicherheit erst noch mal in beide Richtungen schauen, ob auch alle Fahrzeuge anhalten.

Gleiches gilt auch für den Bahnübergang: Erst schauen, dann gehen. Weitere Informationen zum toten Winkel gibt es im Internet unter: www.toter-winkel.de. (gm)

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