In Neuenstein wurden die Ergebnisse der Leader-Workshops für die Region vorgestellt

Viele gute Ideen für den Knüll

Gut besucht war die Leader-Abschlussveranstaltung in Neuenstein. Foto:  nh

Neuenstein. Die Ideen und Projekte, mit denen sich der Knüll beim Leader-Programm der Europäischen Union und des Landes um Fördergeld für die Zeit von 2014 bis 2020 bewerben wird, wurden bei einer Abschlussveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der demographische Wandel ist im Knüll, wie auch in anderen ländlichen Regionen, ein zunehmendes Problem. Daher sind kreative und innovative Maßnahmen notwendig, um Mobilität, Versorgung und Infrastruktur in der Fläche zu erhalten. Das Miteinander von Jung und Alt soll mit sozialen Angeboten für alle Generationen verbessert werden. Unternehmen sollen zum Beispiel dabei unterstützt werden, ihre Mitarbeiter weiter zu qualifizieren oder einen Betriebsnachfolger zu finden.

„Wir sind begeistert, wie viele gute Projektideen an uns herangetragen wurden“, so Dr. Brigitte Buhse, Geschäftsführerin des Zweckverbandes Knüllgebiet, „viele davon sind schon so ausgereift, dass sie bereits in 2015 umgesetzt werden können.“ Sonja Kunze, vom Planungsbüro akp aus Kassel, die im Auftrag des Zweckverbandes Knüllgebiet das Bewerbungsverfahren begleitet und unterstützt, stellte die einzelnen Projekte kurz vor. So ist etwa geplant, in Schwarzenborn und Knüllwald ein gemeinsames Medizinisches Versorgungszentrum zu errichten, um die Versorgung vor Ort sicherzustellen.

„Viele Vorschläge sind ausgereift und könnten umgesetzt werden.“

Dr. Brigitte Buhse

Gemeinsam mit den Leader-Regionen Schwalm-Aue und Mittleres Fuldatal soll eine internetgesteuerte Mitfahrplattform im Schwalm-Eder-Kreis etabliert werden. Dabei handelt es sich um ein dynamisches System, welches Mitfahrgelegenheiten, auch für kurze Entfernungen, vermittelt. Als zusätzliches Mobilitätsangebot planen mehrere Kommunen Bürgerbusse einzurichten oder zu erweitern, um dadurch, gerade für die ältere Bevölkerung, die Erreichbarkeit von Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten zu gewährleisten.

In der Erlebnis- und Tourismusregion Knüll sollen Schwerpunkte auf die Themen Natur und Kultur gelegt werden. So können heutzutage zum Beispiel mit E-Bikes Strecken im Knüll erkundet werden, die bisher aufgrund von starken Steigungen nur mühsam zu erreichen waren. Daher soll das Radstreckennetz um spezielle E-Bike-Routen erweitert werden. Auch eine Verbesserung der Wanderinfrastruktur soll die Attraktivität für Touristen verbessern. Weitere Ziele liegen in der Verbesserung des Klimaschutzes oder in der besseren Nutzung des Streuobstes im Knüll.

Bis zum 1. September muss das fertige Konzept eingereicht werden. Vermutlich bis zum Jahresende wird es dann dauern, bis die erhoffte Förderzusage aus Wiesbaden in Höhe von zwei Millionen Euro für die nächsten sechs Jahre eintrifft. Mehr Infos: www.knuell.de, Telefon 06677/919030 oder per Mail: info@knuell.de

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