Polizei: Keine giftigen Dämpfe ausgetreten

Trafobrand im Umspannwerk Mecklar

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In Flammen: Im Umspannwerk Mecklar ist am Montagmorgen ein Brand ausgebrochen.

Mecklar. Im Umspannwerk in Ludwigsau-Mecklar hat am frühen Montagmorgen ein Trafo gebrannt. Nach Auskunft der Firma Tennet hatte um kurz nach drei Uhr aus bisher ungeklärter Ursache eine Kompensationsspule, die Spannungsschwankungen ausgleichen soll, Feuer gefangen.

Den entstanden Schaden beziffert Tennet-Sprecher Markus Lieberknecht in einer ersten großen Schätzung auf eine Million Euro. Das Feuer war gegen 6 Uhr morgens gelöscht, verletzt wurde niemand. Aus Sicherheitsgründen konnten die Feuerwehren aus Ludwigsau und Bad Hersfeld nicht sofort mit den Löscharbeiten beginnen, da die Stromtrasse noch unter Volllast stand.

Videobericht

Erst nach etwa einer Stunde war ein Mitarbeiter des Betreibers vor Ort und gab den Einsatzkräften grünes Licht für die Löscheinsatz. In der Zwischenzeit zog eine große Rauchwolke über Friedlos, Reilos und Mecklar in Richtung Bebra. Eine Gefährdung der Bevölkerung habe es trotz vorsorglicher Rundfunkwarnungen nicht gegeben, sagen Bürgermeister Thomas Baumann und der Tennet-Sprecher. In den Trafos werde ein spezielles Öl ohne Giftstoffe verwendet, erklärt Lieberknecht. Auch Messungen der Feuerwehr bestätigten, dass keine giftigen Dämpfe ausgetreten sind. Über die Brandursache ist bislang nichts bekannt, die Ermittlungen werden laut Lieberknecht auch noch einige Tage dauern. Allerdings seien derartige Trafobrände äußerst selten, zumal die Anlagen regelmäßig überprüft werden. „Im Moment deutet nichts auf eine etwaige Brandstiftung oder Sabotage der Anlage hin“, erklärte der Tennet-Sprecher gegenüber unserer Zeitung. Die Firma Tennet steht wegen des Baus der umstrittenen 380-kV-Höchstspannungsleitung vor allem im Ludwigsau stark in der Kritik. Lieberknecht lobte die gute Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften vor Ort, die sehr professionell agiert hätten. (kai)

Feuer im Umspannwerk Mecklar

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