TenneT: Leitungsführung noch völlig offen

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Wird das Fuldatal bei Mecklar mit weiteren Stromautobahnen zugepflastert?

Mit der Vorstellung des Netzentwicklungsplans wurde die Phase der Konsultation eingeläutet. Diese mündet in einen Gesetzgebungsprozess ein, der mit der gesetzlichen Festschreibung der als vordringlich angesehenen Maßnahmen endet. Wie Ulrike Hörchens, Pressesprecherin des für unsere Region zuständigen Netzbetreibers TenneT, auf Anfrage erläuterte, sei noch völlig offen, wo die Leitungen im Stromkorridor C genau verlaufen und ob das Umspannwerk Mecklar angeschlossen wird.

Aber: „Alles ist denkbar.“ Auf keinen Fall sei es so, dass bei dem Stromkorridor auf die Trasse Wahle-Mecklar zurückgegriffen werde.

Neubau Mecklar-Dipperz

Super-Stromkreuz Mecklar

Bei den auf ganz Deutschland verteilten weiteren Projekten ist das Umspannwerk Mecklar auf jeden Fall gleich zweimal betroffen. Zum einen soll mit der Maßnahme P 37 die vor allem Strom herantransportierende Ost-West-Trasse Vieselbach - Eisenach - Mecklar optimiert werden. Auf 129 Kilometern soll diese Leitung verstärkt werden. Im Netzentwicklungsplan heißt es dazu: „Im Rahmen der Maßnahme ist ein Neubau der bestehenden 380-kV-Freileitung mit zwei Stromkreisen auf bestehender Trasse erforderlich. Die betroffenen Schaltfelder und Schaltanlagen müssen an die höhere Stromtragfähigkeit der Leitung angepasst werden.“

Trasse nach Grafenrheinfeld

Zum anderen soll mit der Maßnahme P 43 zwischen Mecklar und Grafenrheinfeld eine ganz neue Trasse gebaut werden. Auf 130 Kilometern soll eine Netzverstärkung vorgenommen werden. In der Planung heißt es dazu: „Im Rahmen der Maßnahme ist der Neubau einer 380-kVLeitung zwischen Mecklar und Grafenrheinfeld erforderlich. Zum Anschluss der Leitung müssen die 380-kV Schaltanlagen Mecklar und Grafenrheinfeld ertüchtigt werden.“ Im Szenario „B 2032“ ist sogar der Ausbau der Strecke als HGÜ-Strecke vorgesehen. Ob beim Streckenneubau auf die bereits bestehende Trasse Mecklar - Dipperz zurückgegriffen oder neu gebaut wird, ist nach Auskunft von Ulrike Hörchens noch völlig offen. (apl)

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