Bergwacht entdeckt seltene Blume

Sumpfherzblatt blüht am Eisenberg

Sensation: Das Sumpfherzblatt in der Knüllregion

Neuenstein. Die DRK-Bergwacht Neuenstein sorgt in Zusammenarbeit mit dem NABU Hersfeld und der DAV-Sektion Hersfeld jährlich an den Orchideenstandorten am Eisenberg für notwendige Pflegemaßnahmen, um die Existenz von Sumpfstendelwurz, Mannschem und Fuchsschem Knabenkraut zu sichern.

Bei Vorbereitungen zu den demnächst anstehenden Mäharbeiten haben die Leute von der Bergwacht eine selten gewordene Blume entdeckt: Das Sumpfherzblatt (Parnassia palustris). Auf feuchten Flächen ist es in den Alpen noch häufig anzutreffen, dass es aber auch im Mittelgebirge der Knüllregion vorkommt, ist fast schon eine botanische Sensation, sagt der stellvertretende Naturschutzwart Karl-Werner Brauer. Jeder Stengel der der Blume trägt nur eine einzige weiße Blüte. Über der grundständigen Blattrosette sitzt am unteren Drittel des Stempels nur ein herzförmiges Blatt. Daher der deutsche Name Sumpfherzblatt. Ein weiterer Name ist Studentenröschen, weil die Blume erst Anfang September blüht. Das war früher die Zeit, zu der die Studenten wieder an die Universitäten zurückkehrten. Früher wurde die Pflanze auch gegen Herzklopfen, Leberbeschwerden, Nierensteine und zur Förderung der Verdauung angewendet.

In einem Kalkmagerrasen bei Raboldshausen steht zur Zeit, vergesellschaftet mit dem gefransten Enzian, ein Exemplar des Deutschen Enzians in voller Blüte. Auch dieser Standort steht unter ständiger Beobachtung der DRK-Bergwachtbereitschaft Neuenstein und wird alljährlich von den Mitgliedern gepflegt. (red/hsn)

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