MGV Liederkranz 1887 Friedlos wird 125 Jahre alt – ein Rückblick

Singkränzchen für Männer

Historisch: Der Männergesangverein des Jahres 1949. Foto: nh

Friedlos. Als „Singkränzchen“ wurde der Verein im Jahre 1887 aus der Taufe gehoben. 51 Gründungsmitglieder unterzeichneten die Satzung, die heute noch im Original vorhanden ist.

Noch im gleichen Jahr war es möglich, eine Vereinsfahne für 150,- Mark anzuschaffen, ein für diese Zeit verhältnismäßig hoher Betrag. Nach dem ersten Weltkrieg im Jahr 1927 wurde der Vereinsname in „Männergesangverein Liederkranz Friedlos“ umbenannt. An seinem 50. Geburtstag im Jahr 1937 hatte der Verein etwa 70 Mitglieder.

Drei Chorgattungen

Auch der Verein litt, laut dem Protokollbuch von 1943, unter den tragischen Folgen der beiden Weltkriege: „Die Jahreshauptversammlung fand in einem kleinen Raum statt, 20 der nun 49 Mitglieder waren einberufen. Der Vorsitzende lag verwundet im Lazarett“. Das Vereinsleben ruhte bis zum Januar 1948.

Um den Verein wiederzubeleben traf man sich im Vereinslokal Steimar. Bereits im März des gleichen Jahres präsentierten die Sänger des MGV, dank des Chormeisters Frank, einen Liederabend mit über 400 Gästen.

Im 1. Dezember 1948 wurde der Gemischte Chor ins Leben gerufen. Der Lehrer Nikolaus Frank hatte als Chorleiter großen Anteil daran, dass sich die Sänger sich auch nach den Kriegen wieder neu formatierten. Er war 33 Jahre für die Leitung des Männer- und später auch des Gemischten Chores verantwortlich.

Der Frauenchor wurde in 1968 gegründet und von Emmy Köhler geleitet. Somit ist der MGV Liederkranz 1887 Friedlos bis zum heutigen Tag mit drei Chorgattungen präsent. Im Juni 1987 feierte der Verein sein 100-jähriges Bestehen und wurde vom damaligen hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst, Dr. Wolfgang Gerhardt, mit der Zelterplakette ausgezeichnet.

Im gleichen Jahr zog die drei Chöre in das neue „Vereinsheim“ Bürgerhaus, wo heute noch regelmäßig jede Woche die Chorproben stattfinden. Seit 1990 ist der MGV Liederkranz im Vereinsregister eingetragen und trägt nun den Zusatz „e.V.“. (gs)

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