150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK und THW nehmen an Katastrophenschutzübung teil

Im Seulingswald geht’s rund

Hingeschaut: Einsatzleiter Jürgen Weingarten (links) und Ludwigsaus Bürgermeister Thomas Baumann (Mitte) informieren sich.

Ludwigsau. Eine Katastrophenschutzübung im Seulingswald hatten für den vergangenen Samstag gemeinsam Jörg Göbel – zuständig für den Bevölkerungsschutz beim Fachdienst Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Landratsamt Bad Hersfeld – sowie Kersten Eidam von Hessen Forst ausgearbeitet.

Dabei hatten sich die beiden einiges für die Einsatzkräfte einfallen lassen. So mussten die Frauen und Männer am vergangenen Samstag bei strömendem Regen einen imaginären Waldbrand im Bereich des Metzenkreuzes löschen. Zudem gab es laut Spielplan einen Unfall mit einer Holzrückemaschine. Damit nicht genug. Unter der Maschine war eine Person eingeklemmt. Ein Feuerwehrmann benötigte laut Regieplan nach einem Herzanfall medizinische Hilfe und an der sogenannten Auerhahnkreuzung stand ebenfalls ein Waldstück in Flammen, den die Wehren aus Kathus, Petersberg und Sorga schnell unter Kontrolle hatten.

Im Einsatz am Samstag waren alle Feuerwehren der Gemeinde Ludwigsau, einige Stadt- und Ortsteilwehren aus Bad Hersfeld, Bebra, Rotenburg, Friedewald, Wildeck, Ronshausen und Kirchheim, der leitende Notarzt Dr. Bardo Kürten, mehrere Rettungswagen und der Betreuungszug des DRK, der THW-Ortsverband Rotenburg und die technische Einsatzleitung des Landkreises. Und die 150 Feuerwehrleute und Rettungskräfte hatten bei strömendem Regen alle Hände voll zu tun. So musste beispielsweise eine fünf Kilometer lange Schlauchleitung von der Fulda hoch zum angenommenen Brand am Metzenkreuz gelegt werden.

Löschhubschrauber nicht da

Wegen des schlechten Wetters musste bei den Löscharbeiten auf den geplanten Einsatz eines Transporthubschraubers der Polizeifliegerstaffel mit einem 5000 Liter-Löschwasserbehälter an Bord verzichtet werden.

Die Gesamteinsatzleitung hatte Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten übernommen, der eigens dazu den Einsatzleitwagen 2 der Feuerwehr Rotenburg mit alarmieren ließ.

Die Feuerwehr Bad Hersfeld kümmerte sich derweil um den unter der Holzrückemaschine eingeklemmten Waldarbeiter mit hydraulischem Gerät. Dazu wurde die Maschine per Seilzug gesichert und mit einem Hydraulikstempel angehoben. Nach kurzer Zeit war die verletzte Person gerettet und wurde zur weiteren Versorgung an den Notarzt übergeben.

Wegen des Dauerregens entschloss sich die Einsatzleitung kurzfristig die Übung vorzeitig zu beenden. Jetzt folgt in trockenen Räumen die die Auswertung der Übung durch die Planer und die Einsatzleitung. (gm)

Katastrophenübung im Seulingswald

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